NATURPARK SA DRAGONERA

Der Naturpark von Sa Dragonera umfasst die Inselchen von es Pantaleu und sa Mitjana sowie die Hauptinsel Sa Dragonera. Der Park hat eine Fläche von 274 Hektar und wurde erklärt, zusammen mit einer signifikanten Meeresoberfläche, Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB ) und besonderes Schutzgebiet für Vögel (BSG ), und ist daher Bestandteil des Natura 2000 Netzwerk.

Sa Dragonera liegt vor der Südwestküste von Mallorca und ist vom Festland durch einen engen Kanal von nur 800 m Breite mit einer Tiefe bis maximal 15 m getrennt.

Es war nicht immer einfach, den Schutz dieser Naturlandschaft durchzusetzen, seinen Erhalt hat Sa Dragonera vor allem den Protesten der 1970er Jahre gegen die Besiedlung der Felseninsel zu verdanken. Sa Dragonera ist heute ein Symbol für den Naturschutz auf den Balearen.

1987 kaufte der Inselrat von Mallorca die Insel und erklärte sie zum ANEI-Schutzgebiet. 1995 wurde die Inselgruppe dann zum Naturpark erklärt. Der Naturpark gehört ebenfalls dem europäischen Netzwerk Natura 2000 als LIC (schützenswerte Zonen der EU) und ZEPA (Vogelschutzgebiet) an.

NATURPARK SA DRAGONERA

NATURPARK SA DRAGONERA

Der Park ist das ganze Jahr über für Besucher geöffnet. Vom 1. April bis zum 30. September von 10.00 bis 17.00 Uhr und das restliche Jahr von 10.00 bis 14.30 Uhr.

NATURPARK SA DRAGONERA

  • Es darf nur über die angelegten Wege gegangen werden.
  • Von der Insel dürfen keine Lebenwesen, Pflanzen oder Steine mitgenommen werden.
  • Feuer anzuzünden, ist streng verboten.
  • Haustiere dürfen nicht mit in den Park genommen werden.
  • Aus Respekt vor anderen Besucher und der Natur wird gebeten, sich ruhig zu verhalten.
  • Sportliche Aktivitäten außer Wandern sind verboten.
  • Lassen Sie keine Abfälle liegen.
  • Die Eidechsen und andere Tiere dürfen nicht gefüttert werden.
  • Angeln am Ufer ist verboten, und es dürfen keine Meereslebewesen gesammelt werden.
  • Zelten verboten

NATURPARK SA DRAGONERA

NATURPARK SA DRAGONERA

NATURPARK SA DRAGONERA

NATURPARK SA DRAGONERA

Auf die Insel gelangt man mit kleinen Zufahrtsbooten die zwischen Februar und Oktober im Hafen von Sant Elm und im Hafen von Andratx zur verfühgung stehen.

MAPA

NATURPARK SA DRAGONERA

Die Größe der Insel, ihre Kargheit, ihre Topographie und das sie umgebene Meereseinzugsgebiet machen Sa Dragonera zu einer an Naturschätzen außerordentlichen reichen Insel. Insgesamt wurden auf Sa Dragonera 361 Pflanzenarten identifiziert, von denen 18 endemische Pflanzenarten sind, die nur auf den Balearen vorkommen. Die Vegetation des Naturparks besteht hauptsächlich aus Heide mit Wildem Ölbaum (Olea europaea sylvestris) und Zwergölbaum (Cneorum tricoccon). Die Küstenzonen mit den Steilfelsen sind weniger bewachsen, dafür gibt es hier eine Vielzahl verschiedener Blütenpflanzen. Die Tierwelt des Naturparks bietet zahlreiche interessante Exemplare. Zu den wirbellosen Tieren gehören die Dragonera-Eidechse, eine endemische Unterart (Podarciss lilfordi ssp. giglioli), die nur auf der Felseninsel vorkommt, und die Balearen-Schnirkelschnecke (Iberellus balearicus), eine endemische Art der Balearen. Auf der Insel haben viele Meeresvögel ihren Lebensraum, dazu gehören die Korallenmöwe (Larus audouinii) und die Balearen-Sturmtaucher (Puffinus mauretanicus), zwei der wenigen endemischen Vogelarten der Balearen. Sa Dragonera beherbergt ebenfalls die größte Kolonie an Eleonorenfalken (Falco eleonorae) der Inselgruppe. Von den Säugetierarten wurden außer den Fledertieren (Chiroptera) alle anderen eingeführt. Dazu gehören das Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus), die Hausmaus (Mus musculus) und die Ratte (Rattus rattus), deren Verbreitung sehr negative Auswirkungen auf die übrige Fauna und Flora der Insel hat. Meer und Meeresboden rund um die Inseln gehören zum Meereseinzugsgebiet des Naturparks und enthalten eine gut erhaltene Auswahl der Ökosysteme des westlichen Mittelmeers. Besonders hervorzugeben sind die Neptungras-Weiden (Posidonia oceanica), die vielen Arten Lebensraum bieten, und die Korallenbänke.

NATURPARK SA DRAGONERA

NATURPARK SA DRAGONERA

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NATURPARK SA DRAGONERA

IM PARK Besucherzentrum von Cala Lledó. Telefon 971 18 06 32 -Ausstellung des Leuchturms von Tramuntana: "En els camins de la mar" („Auf den Wegen des Meers“) AUßERHALB DES NATURPARKS -Fremdenverkehrsbüro in Sant Elm, Andratx. (Von Mai bis Oktober) Avinguda Jaume I, 18. Telèfon 971 239205. -Parkbüro des Inselrats von Mallorca: C/ General Riera, 111, 07010 Palma. Telefon 971 17 37 00

-Büro von IBANAT (CAIB): C/ Gremi de Corredors, 10 1r. Polígon de Son Rossinyol, 07009 Palma. Telefon 971 17 66 13
  • Fax 971 17 76 47

NATURPARK SA DRAGONERA

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NATURPARK SA DRAGONERA

       
  • Itinerari de na Miranda
  •    
  • Itinerari del far des Llebeig
  •    
  • Itinerari del far de Tramuntana
  •    
  • Itinerari del far Vell

NATURPARK SA DRAGONERA

Itinerari de na Miranda

Dificultad:Niedrig
Duración:30 min

Color:   

Es handelt sich um eine sehr kurze Route für heiße Sommertage. Beim Aussichtspunkt stehen Tisch und Bänke in einem Kiefernwäldchen. Ein idealer Ort, um im Schatten eine Stärkung einzunehmen. Der Weg führt durch den am meisten von Menschenhand geprägten Teil von Sa Dragonera, der jedoch gleichzeitig auch am vielfältigsten ist.

Etapas

Nach Sa Dragonera gelangt man mit dem Boot von Sant Elm oder Port d’Andratx aus. Die Überfahrt von San Elm aus ist kürzer und die Abfahrtszeiten der Schiffe sind flexibler und häufiger. Die Katamarane im Port d’Andratx hingegen sind größer und von ihnen aus hat man eine herrliche Aussicht auf fast die ganze Costa d’Andratx Nach Ankunft am Kai Mollet des Lledó können wir die Angestellten des Naturparks um Tipps für unseren Aufenthalt auf der Insel bitten. Der Zugang zur Bucht ist ganz einfach. Wir brauchen lediglich einige Stufen abwärts steigen und können bereits ins erfrischende Wasser tauchen. Auf alle Fälle ist jedoch Vorsicht geboten, denn in manchen Zeiten sammeln sich Quallen im Hafenbereich. Die kleine Bucht mit Kieselsteinen liegt im Schatten von Tamarisken. Hier mündet der Wildbach Torrentó de sa Cova über einige Stufen ins Meer. Das Ufergestrüpp ist üppig gewachsen und erreicht Baumhöhe. Die Kieselsteine sorgen für sauberes, transparentes Wasser. Die Felsen um die Bucht sind ein Konglomerat aus dem Miozän und werden von unterschiedlich großen, in Kalkstein eingebetteten Steinen gebildet. Wasser und Meeresboden um Sa Dragonera bis in die Nähe der Küste von Mallorca, einschließlich der kleinen Inseln Calafats, Illa Mitjana und Es Panteleu, bilden einen Teil des Naturparks und genießen besonderen Schutz. Die 10 Kilometer lange Küste von Sa Dragonera beherbergt eine gut erhaltene Auswahl von Unterwasserökosystemen des westlichen Mittelmeers. Schon ein kurzer Tauchgang lässt uns eine Vielzahl von Meeresbewohnern entdecken, darunter Napfschnecken und Rennkrabben, sowie verschiedene Küstenfische wie Mönchsfisch, Schleimfisch, Meerpfau, Zitterrochen, Lippfisch, Weißbrasse, Zweibindenbrasse und Goldstriemen. Diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen!
Von den Gebäuden aus sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht den Turm Torre des Colomer. Wir gelangen dorthin, wenn wir den ersten Weg nach rechts einschlagen. Wir kommen an ehemaligen Hühnerställen und einem Kiefernwäldchen vorbei und gelangen nach einigen Kurven zum Tancat de Tramuntana mit einigen gut erhaltenen Terrassenfeldern für landwirtschaftliche Nutzung und Olivenanbau. Heutzutage zeugen diese Anbauflächen von der ehemals betriebenen Landwirtschaft. Zudem dienen sie als Nahrungsstätte für verschiedene Vogelarten. Hinter dem Olivenhain sehen wir den nach Südwest geöffneten Portitxol des Lledó und die vor Anker liegenden Boote. Der Weg beschreibt nun eine letzte Kurve und führt uns zu Na Miranda. Links steht ein Kiefernwäldchen mit einigen Tischen. Vom Aussichtspunkt aus sehen wir Punta des Calafats und das gezahnte Riff. Rechts ist die Illa Mitjana zu erkennen, die jedoch fast mit der Küste von Sant Elm verschmilzt. Der Blick in Richtung Westen bietet eine herrliche Sicht auf Na Pòpia mit dem schroffen Gipfel auf der Nordseite und dem Leuchtturm Far Vell auf der höchsten Stelle. Na Miranda macht seinem Namen alle Ehre und bietet ein wunderschönes Landschaftsbild. Der Weg führt weiter durch Kiefern und Olivenbäume auf Terrassenfeldern. Wir kommen an Es Colomer vorbei, der mit den Zinnen, dem runden Portal und dem Fenster mit Vorsprung als Flughilfe für die Tauben wie eine Operettenkulisse wirkt. Schließlich mündet der Weg kurz vor dem kleinen Pass Collet de Tramuntana in den Hauptweg zum Leuchtturm. Wenn wir uns rechts halten, gelangen wir zum Leuchtturm, wenn wir jedoch nach links abbiegen, kehren wir zum Hafen zurück.
Auf dem Rückweg sehen wir links die Route, die wir für den Hinweg zurückgelegt haben: Terrassenfelder, Olivenhain, Feldstriche und Es Colomer, der aus dem Kiefernwäldchen spitzt. Wir gehen weiter nach Südwesten in Richtung Na Pòpia. Dieser 352 Meter hohe Berg ist die höchste Erhebung auf der Insel. Seine nach Norden zeigende Schräge weist dieselbe Form wie die Serra de Tramuntana auf Mallorca auf. Es handelt sich durch starke Verschiebungen im unteren und mittleren Miozän entstandene Formationen. Infolge einer Kompression des primitiven Sockels in Richtung Nordwesten überlagerten sich die Schichten und bildeten das heutige Relief aus. Na Pòpia ist eine alte Bezeichnung, die den häufigen Besuchern von Sa Dragonera geläufig ist. Ihre Herkunft ist jedoch nicht gewiss. Eine Hypothese geht davon aus, dass sie von Popa in der Bedeutung von “Brust einer Frau oder eines weiblichen Tiers” herrührt. Der Meinung von Linguisten nach ist es nicht außergewöhnlich, dass Ortsnamen von der Vorstellung einer Brust abgeleitet werden. Na Pòpia wird aber auch Puig del Far Vell oder Cingle de na Guinavera genannt, was sich von Gavina, der Bezeichnung für Möwe, in Anlehnung an die zahlreichen hiesigen Möwenkolonien ableiten ließe.
Möwen und Eidechsen sind die häufigsten Tierarten auf der Insel. Im Sommer begleiten sie uns ständig. Das Geräusch der Reptilien wirkt wie ein Echo auf unsere Schritte und das Geschrei der Möwen zusammen mit dem Zirpen der Grillen bilden die Hintergrundmusik der Routen auf Sa Dragonera. Die Vögel sind eine besonders interessante Tiergruppe auf Sa Dragonera. Hier nisten bedeutende Populationen von Seevögeln wie der Gelbschnabel-Sturmtaucher (Calonectris diomedea), die Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis) und die Korallenmöwe (Larus audouinii), aber auch Greifvögel wie der Eleonorenfalke (Falco eleonorae). Die Zugvögel nutzen die Insel zur Nahrungssuche und als Ruheort. Die Mittelmeermöwe hingegen unterliegt einer Bestandskontrolle, weil eine zu große Population die anderen Vögel auf der Insel negativ beeinträchtigen kann. Die Dragonera-Eidechse (Podarcis lilfordi ssp. Giglioli) ist eine Unterart, die nur auf Sa Dragonera heimisch und deshalb besonders schützenswert ist. Eidechsen bevölkerten früher alle balearischen Inseln. Die Ankunft des Menschen und anderer Tiere als natürliche Feinde reduzierten sie rasch und bewirkten, dass sie sich auf die kleineren Inseln und die Felseninseln zurückzogen.

NATURPARK SA DRAGONERA

Itinerari del far des Llebeig

Dificultad:Mittel
Distancia:4532 m
Duración:3 h
Recomendaciones:Können ersuchenden Key eingeben bevor sie verlassen das Personal von der Rezeption Zentrum des Lledó

Color:   

Diese Route ist zwar lang, aber etwas einfacher als der Aufstieg zum Leuchtturm Far Vell. Auf dem Weg kann man zum Turm Torre des Llebeig abbiegen und von dort aus zur Bucht hinuntersteigen. Der Turm ist das älteste Bauwerk auf der Insel. Er wurde Ende des 16. Jahrhunderts errichtet.

Etapas

Wir lassen die Gebäude des Empfangszentrums sowie rechts die Unterkunft der Mitarbeiter des Naturparks hinter uns und gehen in Richtung Südwesten. Der Weg steigt sanft an und bietet eine Sicht, die Aufschluss über die geringe Größe des Portitxol des Lledó gibt. Beim Wildbach Torrentó des Garrots stehen einige Kiefern. Am Wegrand wachsen Krummstab, eine endemische Art des Aronstabs und Weiße Meerzwiebel. Dieser Wildbach mündet in die Bucht Cala de s’Art. Hier wurden früher mit kleinen Fangnetzen, die die Fischer vom Ufer aus einholten, Schnauzenbrassen gefangen. Der Weg führt zur Südküste der Insel. Zuweilen steht eine alte Kiefer am Wegrand und lädt zu einer kleinen Rast ein. Das Landschaftsbild wird von Wildem Ölbaum, Wolfsmilch, Zwergölbaum und Immergrünem Kreuzdorn geprägt. Im Frühjahr erregt die Baum-Wolfsmilch unsere Aufmerksamkeit, die runde Büsche in gelber Farbe bildet. Je weiter das Jahr fortschreitet, desto roter färben sich die Blätter, bis sie im Hochsommer zum Schutz vor der Dürre abfallen. Wir kommen an einer Viehtränke am Wegrand vorbei, die Wasser von glatten Felsen sammelt. Für etwas Wasser wurde jegliche Erfindungsgabe eingesetzt. Weiter vorne sehen wir am Unterlauf des Wildbachs Torrent de Cala Cucó einen Wasserspeicher aus dem 19. Jh. Ebenfalls eine einfallsreiche Konstruktion, um Oberflächenabflusswasser zu sammeln und das in der Garigue weidende Vieh zu tränken.
Eine Abzweigung nach rechts führt uns nach wenigen Metern zu einem Kalkofen und einem Kohlenmeiler, die noch relativ gut erhalten sind. Der Kalkofen wurde im 18. Jh. errichtet, um Kalk für die ständigen Reparaturarbeiten an den beiden Türmen auf der Insel zu erzeugen, die wegen dem Lauf der Zeit und der Piratenangriffe Instandhaltungsmaßnahmen benötigten. Später, im 19. und 20. Jh., wurde der Kalk für die Errichtung der beiden Leuchttürme verwendet. Der Standort des Kalkofens in der Talsohle von Cala Cucó lässt sich mit dem größten Wald auf der ganzen Insel erklären. Die dort wachsenden Kiefern lieferten das Holz für die Kalkherstellung. Der Ofen kann vom Weg Camí del Far des Llebeig aus fast gesehen werden, obschon er etwas von Vegetation überwuchert ist. Die Konstruktion hat einen Durchmesser von etwa 6 Metern. Direkt daneben wurde die Behausung für die Arbeiter errichtet. Von hier aus ist die Cala Cucó zu sehen, die einzige Bucht der Insel mit Kieselsteinen und Sand. Auf unserem Weg gelangen wir zu den Wildbächen Torrent de Cala en Begur, Torrent de ses Fontanelles und Torrent de Cala des Llebeig. Zwischen dem ersten und dem zweiten Wildbach führt der Weg durch ein Gebiet mit geologischen Formationen aus dem Miozän wie auch in den Landstrichen Es Lledó und Na Miranda. Es handelt sich um Konglomerate, in denen im Kalkstein eingeschlossen unterschiedlich große Steine aus einer ehemaligen Erosion durch einen Fluss zu erkennen sind. Kurz darauf kommen wir an eine Stelle mit einer herrlichen Panoramasicht auf Leuchtturm und Torre des Llebeig. Der Weg nähert sich dem Steilhang und führt dann nach Westen am Südhang des Puig des Aucellers entlang. Unter den von Mascaró Passarius zusammengetragenen Toponymen findet sich der Berg mit dieser Bezeichnung, die Rosselló Vaquer nach eine Ableitung von dem ehemaligen Namen Puig des Orxellers sein soll, da die Purpurgewinnung hier eine übliche Tätigkeit war. Orseille ist ein natürlicher Farbstoff aus verschiedenen Flechten, vor allem der Gattung Roccella, die an Felshängen wachsen. Der Farbstoff wurde mit Ammoniak gewonnen und als Orseille-Teig in Krügen vertrieben. Im Mittelalter wurden damit kostbare Stoffe gefärbt.
Der Turm wurde kürzlich restauriert und kann besichtigt werden. Vom Turm Torre des Llebeig führt ein Weg abwärts zur gleichnamigen Bucht. Einer der ersten bekannten Belege für die Nutzung von Sa Dragonera zur Überwachung ist die Chronik der Eroberung Mallorcas von Pere Marsili (1314), der schreibt «aquesta roca no és totalment inútil, puix la mà de Déu la posà enmig de la mar per servir de talaia» (Dieser Felsen ist nicht ganz unnütz. Gottes Hand hat ihn mitten ins Meer gesetzt, damit er als Wachturm dient). In einem Text aus dem Jahr 1342 heißt es, es sei eine «costum antiga», eine alte Gewohnheit, Männer (die sogenannten Dragoners) auf die Insel abzukommandieren, damit sie die vom Meer kommenden Gefahren erkennen und davor warnen können. Der erste Beleg für die Errichtung eines Wehrturms auf Sa Dragonera stammt aus dem Jahr 1550. Dafür wurde der höchste Punkt der Insel ausgesucht, auf dem später, im Jahr 1851, der Leuchtturm Far de na Pòpia errichtet wurde. 1585 wurde ein zweiter Turm, der Torre des Llebeig, errichtet, der einzige, der heute noch erhalten ist. Der Turm steht am Cap des Llebeig an einem 60 Meter hohen Steilhang. Seine Mission war es, die Zufahrt von Schiffen in die Cala des Llebeig zu verhindern, die vom Turm Torre de na Pòpia nicht einsehbar war, und aus diesem Grund nicht dem Signalsystem angehörte. Er hat einen runden Grundriss und der Innenraum weist eine Gewölbedecke auf. Neben dem Turm sind die Überreste von einem System zum Auffangen von Regenwasser mit einem Wasserspeicher zu sehen. Neben diesem Wasserspeicher sind noch die Überreste von vier eingegrabenen Tonkrügen zu erkennen, in denen ebenfalls Regenwasser gesammelt wurde. Sie werden bereits im Jahr 1658 erwähnt, als sie von Piraten zerstört wurden. 1749 wurden sie durch neue ersetzt. Über dem alten Turm kreisen die Greifvögel und in der umliegenden Garigue verbergen sich kleine Vögel wie zum Beispiel die endemische Balearen-Grasmücke.
Am Ende des Wegs erhebt sich der Leuchtturm Far des Llebeig unweit vom ehemaligen Wachturm in einer Höhe von 121 Metern über dem Meeresspiegel. Der Leuchtturm wirkt im sanften Westlicht wie die Verlängerung der grauen Steilhänge darunter. Der kleine freie Platz um ihn herum lädt zu einem Spaziergang. Das Gesamtbild ist schwer zu beschreiben: In einiger Entfernung aufgrund der Cala des Llebeig wirkt die Erhebung des Leuchtturms wie eine Insel inmitten einer anderen Insel. Der Entwurf stammt von Eusebi Estada und der Leuchtturm wurde 1910 als Ersatz für den Leuchtturm Far de na Pòpia in Betrieb genommen. Das Leuchtfeuer wurde mit unter Druck stehendem Petroleumdampf erzeugt und das Leuchtzeichen bestand aus einem dreimaligen weißen Blinklicht im Abstand von fünf Sekunden. Im Jahr 1971 wurde das Personal abgezogen und das Leuchtfeuer wird seitdem mit Acetylen und Mantelwärmeübertrager sowie Solarventil betrieben. Das Lichtsignal besteht aus weißem Blinklicht alle siebeneinhalb Sekunden. Heutzutage verfügt der Leuchtturm über eine 12-Volt-Photovoltaikanlage mit Solarmodulen auf dem Gebäudedach. Die Reichweite beträgt 20 Meilen.

NATURPARK SA DRAGONERA

Itinerari del far de Tramuntana

Dificultad:Niedrig
Distancia:1758 m
Duración:1 h
Recomendaciones:Sie sollten nicht vergessen nach dem Schlüssel des Leuchtturmsgebeude "Tramuntana" fragen wenn Sie die Ausstellung und die Leuchtturmswärter Wohnung sehen möchten

Color:   

Diese Route kann man gut an einem Wintertag machen, oder auch an einem der wärmsten Tage im Sommer, wenn man dann anschließend in der Bucht ein Bad nehmen möchte. Bitte denken Sie daran, dass Sie den Schlüssel zum Gebäude des Leuchtturms von Tramuntana beantragen müssen, wenn Sie die Ausstellung und Wohnräume der Leuchtturmwärter sehen möchten.

Etapas

Es Lledó ist immer Anfang und Ende einer Route sowie der Ort, an dem wir an Land gehen. Sofort gelangen wir zu den Gebäuden über der Bucht mit dem Interpretationszentrum der Insel. Kurz dahinter liegt eine Weggabelung. Der Weg rechts führt nach Norden und bietet einen relativ geruhsamen Spaziergang mit Kiefernwäldern, die auf einigen Wegabschnitten Schatten spenden. Um die Gebäude herum vermischen sich die Gartenpflanzen mit der natürlichen Vegetation auf der Insel. Auch wenn versucht wird, sie zu entfernen, wurden in letzter Zeit doch 46 Arten eingeführt. In der Nähe der Gebäude lauern auch immer die Eidechsen auf Brotkrumen. An keinem sonstigen Ort auf der Insel sind sie so zutraulich. Biologen haben die Eidechsen mit beeindruckender Geduld erforscht. Jüngste Arbeiten haben gezeigt, dass die Vorliebe dieser Reptilien für den Nektar bestimmter Blüten der Bestäubung dient. Die kleine Bucht Caleta des Lledó, die ihren Namen dem Umstand verdankt, dass sie Freibeutern als Zufluchtsort und Versteck diente, blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. Ein Talayot stand dort anstelle der Gebäude. In der Umgebung befanden sich zwischen den Olivenbäumen hunderte von Gräbern aus der Römerzeit, die zerstört wurden, um das Land urbar zu machen. Etwas weiter im Hinterland liegt die Höhle Cova de sa Font mit ihrem rund 20 Meter im Inneren befindlichen Wasserbecken, aus dem die Insel früher mit Süßwasser versorgt wurde. In der Nähe des Wasservorkommens wurden Teile von Krügen, Henkeln und Töpfen aus unterschiedlichen Epochen gefunden, sowie ein kleiner arabischer Leuchter, ein archäologisches Kleinod aus dem östlichen Mittelmeerraum.
Anfangs empfängt uns der kühlende Schatten eines Kiefernwäldchens mit dem Duft von Rosmarin und Thymian (im Sommer), den aufschießenden Blüten von Heidekraut (im Herbst) oder den kürzer wachsenden Blüten der Zistrose (im Frühjahr). Das ganze Jahr über sehen wir das zarte Grün von Wundklee oder das gelb gesprenkelte Aschegrau der Strohblume. Etwas weiter oben blicken wir nach einer Kurve auf die Meerenge mit den Riffs Esculls des Calafats im Vordergrund. Es sind jedoch nicht alle zu sehen: Escull Negat und Escull en Carnisser zum Beispiel liegen etwas unter der Wasseroberfläche und verhindern die Schifffahrt. Lediglich einige Wellen oder ein wenig Gischt weisen auf sie hin. Die Kiefernwäldchen, die wir hinter uns lassen, bilden einen Kontrast zu den baumlosen Hängen, die uns einen Großteil des Wegs begleiten. Steile Hänge, auf denen sich die Garigue an die Felsen klammert und in runden Formen wächst, um dem Wind besser standhalten zu können. Die dornigen Polster der endemischen Launaea cervicornis ziehen sich über den ganzen Küstenstreifen der Insel. Je näher wir dem Kap kommen, desto mehr Möwen tauchen auf. Wenn wir in der Brutzeit durch ihr Territorium kommen, übertönt ihr entrüstetes Geschrei sogar das Meeresrauschen. Wie die kühne Verwegenheit der Eidechsen wird dem Wanderer auch jene der Möwen auf Sa Dragonera im Gedächtnis bleiben. Wir können sie ganz aus der Nähe beobachten: Die Augen, der Schnabel und die gelben Füße heben sich vom weißen Gefieder ab, das am Bauch besonders hell und am Rücken etwas grauer wirkt. Sie wird auch Gavina de Mantell Blau (Blaumantelmöwe) genannt, ein sehr schöner Name für eine Art, die aufgrund ihrer Überzahl Sympathien eingebüßt hat. Der Bestand von Korallenmöwen hingegen, die von ihr etwas verdrängt worden waren, konnte sich in letzter Zeit sichtlich erholen.
Sa Dragonera birgt noch Geheimnisse, die es zu entdecken gilt. Inseln sind ja eigene Gebiete, die oft zu einfach dargestellt werden. Sie gelten jedoch als hervorragende natürliche Labors für die Erforschung der Evolution von Tieren sowie der ökologischen Wechselbeziehungen zwischen Tieren und Pflanzen. Die Untersuchung der ökologischen Interaktionen zwischen den Lebewesen scheint auf einer Insel einfacher zu bewerkstelligen zu sein als auf dem Festland. In letzter Zeit wurden Arten erforscht, die sich nur selten sehen lassen, aber ein wichtiger Teil des Ökosystems auf der Insel sind, wie zum Beispiel Fledermäuse. Die eigentümlichen Bewohner von Höhlen ziehen sich an einsame Orte wie Felsspalten zurück. Auf Sa Dragonera wurden sechs verschiedene Arten entdeckt. Die hier Ratapinyada de Coa Llarga genannte Art ist fast überall auf der Insel heimisch, mit Ausnahme der Gebiete mit hoher Möwendichte. Das Vorhandensein von Gebäuden wie Häusern oder Leuchttürmen ermöglicht auch das Vorkommen von Arten, die sich an den Menschen gewöhnt haben. Die größte Diversität dieser Säugetiere wurde im Norden der Insel festgestellt. Der Nordosten der Insel hingegen ist der bevorzugte Brutplatz von zwei Sturmtaucher-Arten, deren Populationen noch nicht eingehend untersucht wurden, die jedoch einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der Natur leisten. Die Wirbellosen mit zahlreichen endemischen Arten sind wahre Kleinode. Der Käfer Timarcha balearica ist eine der bekanntesten endemischen Arten.
Der Leuchtturm Far de Tramuntana steht in zwei Kilometern Entfernung vom Hafen 65 Meter über dem Meeresspiegel und hat eine Reichweite von 14 Meilen. Das Gebäude hat einen quadratischen Grundriss und wurde in kalkhaltiges Gestein gebaut. Die Mauern sind aus Sichtstein mit Ecken und Fensterstürzen aus Marès-Stein. Die Innenräume wurden im Jahr 2003 restauriert. Die Wände zwischen den Schlafzimmern der Bewohner wurden eingerissen, um einen großen Besucherraum zu schaffen. Die derzeitige Ausstellung «En els camins de la mar» rundet die Informationen über den Naturpark Sa Dragonera des Empfangszentrums ab. Es handelt sich um eine Annäherung an die Insel als Zwischenstation der Seerouten zum spanischen Festland unter Berücksichtigung von geographischen, historischen und menschlichen Aspekten.

NATURPARK SA DRAGONERA

Itinerari del far Vell

Dificultad:Mittel/Hoch
Recomendaciones:Am Gipfel von na Pòpia beachten Sie nicht zu nah an der Steilküste zu kommen da der "far Vell" eine Ruine ist

Color:   

Alle zehn Schritte steigen Sie einen Meter aufwärts, vom Meeresspiegel bis zum höchsten Punkt der Insel. Im Sommer sollten Sie an Sonnenschutz und einen ausreichenden Wasservorrat denken. Oben auf dem Gipfel Cim de na Pòpia sollten Sie vorsichtig sein und sich den Steilhängen nicht zu sehr nähern. Außerdem ist zu bedenken, dass der Leuchtturm Far Vell eine Ruine ist. Dennoch wird Sie dieser Ausflug sicher nicht enttäuschen.

Etapas

Wir verlassen Es Lledó in Richtung Leuchtturm Far des Llebeig. Nach vierhundert Metern weist uns ein Schild den Weg zum Coll Roig und dem Far Vell. Wir gehend durch das Portell des Tancat und weiter durch ehemalige Terrassenfelder, die heute von Garigue, vereinzelten Mastix-Sträuchern und auf dem besten Boden der Insel hoch geschossenen Olivenbäumen bewachsen sind. Hier wurde etwas Gemüse, Obst sowie Gerste oder Hafer für die Schafe angebaut, die aber auch in der Garigue weideten. Das Gebäude Caseta des Tancat wurde restauriert und das Vordach bietet im Winter Unterstand und im Sommer Schatten. Ein idealer Ort für eine Stärkung unterwegs. Neben dem Haus bietet uns auch die eher symbolische Gegenwart der Mauer Paret des Tancat, die mit Hilfe von Eseln als Lasttieren in Trockensteinbauweise errichtet wurde, Schutz. Heute ist sie von Flechten und den Exkrementen der Möwen überzogen, die sie in der Brutzeit aus Aussichtswarte nutzen, indem sie sich in Abständen von zwanzig Metern niederlassen und wie Zinnen auf einer Festung wirken. Von Es Tancat aus führt der im Jahr 2005 sanierte Weg Camí de na Pòpia bis zum Coll Roig, wo wir die Nordküste von Mallorca und die Steilküste von Sa Dragonera sehen. Etwa nach der Hälfte der Strecke kommen wir zum flachsten Abschnitt des ganzen Wegs. Hier entspringt der Wildbach Torrentó des Garrots. Die Vegetation der Insel erholt sich langsam von der früheren landwirtschaftlichen Nutzung insbesondere der Feldstriche. Einige alte Olivenbäume spenden Schatten.
An den Steilhängen wachsen geschützt wegen der unzugänglichen Lage zwei Straucharten, die früher wahrscheinlich häufiger zu sehen waren: die Zwergpalme und der Buchsbaum. Beide waren bei den kleinen Manufakturen sehr beliebt. Die Zwergpalme, die auch vor den Häusern Cases des Lledó zu sehen ist, wurde für die Herstellung verschiedener Gegenstände wie Besen, Körbe, Fächer etc. genutzt. Das zarte Herz der Stämme ist essbar. Die Exemplare auf Sa Dragonera wiesen eine beachtliche Größe auf, wie in der Chronik von Pater Pere Marsili aus dem Anfang des 14. Jh. zu lesen ist: No ha neguna cosa de fruyts, ni de terra alscunas cosas naxents, sinó solament rayls de palmna fada, las quals en cathalanesch apeylam bargueyons, e d’aquests ha sobremanera molt beyls e grossos e saborosos, que semblants no’n són atrobats en las ylas balears... Die typischen Pflanzen der Steilhänge sind jedoch vielmehr Balearen-Hufeisenklee mit gelben Blüten und einem süßlich-fruchtigen Duft, Mittelmeer-Strohblume mit fein behaarten, silbergrauen Blättern und eng stehenden, leuchtend gelben Blüten (die sich nach dem Trocknen wie Seidenpapier anfühlen) und eine Skabiosen-Art mit zahlreichen, herabhängenden Blütenständen und blauen oder etwas rosa gefärbten Blüten.
Die Steilhänge sind ebenfalls das Habitat für Vögel, die wir aus nächster Nähe beobachten können. Der Aufwind sorgt dafür, dass wir die sonst so verschiedenen Möwen und Falken ausgiebig beim Segelflug, bei akrobatischen Wendungen und Spielen in der Luft sehen können. Der Eleonorenfalke Falco eleonorae zeigt besonderes Flugvermögen. Er bewohnt die Steilhänge von Sa Dragonera, wohin er aus Madagaskar oder Ostafrika kommt. Seine Brut zieht er im Herbst auf, wenn die kleinen Zugvögel auf der Durchreise sind und er Jagd auf sie machen kann. Im Sommer hingegen ernährt er sich von Insekten, die er in abenteuerlichen Pirouetten mit den Krallen greift. Die schwarze bewegliche Silhouette des Eleonorenfalken darf jedoch nicht mit der des Kolkraben verwechselt werden, der rundlicher wirkt, viel langsamer fliegt und ebenfalls manchmal auf Sa Dragonera beobachtet werden kann.
Der abgekürzt Far Vell genannte ehemalige Leuchtturm Far de na Pòpia ist einer der ältesten Leuchttürme der balearischen Inseln. Er wurde im Jahr 1851 an der Stelle errichtet, an der früher ein Verteidigungsturm stand, dessen Abrissarbeiten am 16. September 1850 begannen. Es handelt sich aus verschiedenen Gründen um einen besonderen Leuchtturm: Aufgrund seines Standorts über dem Steilfelsen Cingle de na Guinavera in 352 Metern Höhe, der architektonischen Schönheit des in Fels gebauten Gebäudes, das sich dem abschüssigen Gelände stufig anpasst, des mit Trockensteinmauerwerk befestigten Wegs, der Umgebung mit einer aus ökologischer Sicht außergewöhnlichen Landschaft auf der Insel, die heute ein Naturpark ist, sowie seiner kurzen Geschichte. Der Leuchtturm wurde bereits in Jahr 1910 durch die Leuchttürme Far de Tramuntana und Far des Llebeig ersetzt, weil er vor allem im Winter an zu vielen Tagen von den Wolkenmassen auf dem Gipfel Cim de na Pòpia eingehüllt wurde. Dies alles führt dazu, dass er einer der symbolträchtigsten Leuchttürme der balearischen Inseln ist, der sicherlich am häufigsten in der Literatur genannt wird. Vielleicht ist es sogar der Leuchtturm, auf den der folgenden Satz von Predrag Matvejevic in seinem Breviari mediterrani am ehesten zutrifft: «Els fars són un tipus particular de temples mediterranis... (Leuchttürme sind eine Art mediterraner Tempel)

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