PARC NATURAL DE MONDRAGÓ

Der 766 Hektar große Naturpark von Mondragó liegt im Südosten von Mallorca, in der Gemeinde von Santanyi. 95 Hektar des Parks sind Eigentum der Gemeinschaft, der Rest des Geländes sind private, recht parzellierte Landgüter, die vornehmlich in ausgedehnter Trockenkultur bewirtschaftet werden.

1992 wurde Mondragó zum Naturpark erklärt. Auch ist der Park Naturgebiet von besonderem Interesse (ANEI) und Teil des Beitrages der Balearen zu dem Netz der Schutzgebiete Natura 2000.

Landwirtschaft und Viehzucht über Jahrhunderte haben hier das Landschaftsbild definiert. Zeugen vergangener Zeiten dieser intensiven Nutzung sind die vielen, besonders ins Auge fallenden Trockenmauern, die die landwirtschaftliche Nutzung durch Kleinbauern widerspiegeln. Eigentümlicher noch sind die Begrenzungen, die man in den Bergwasserschluchten und an den Steilhängen findet.

Ein weiteres architektonisches Element sind die Steinbaracken, die man an vielen Stellen im Park antrifft. Hiervon gibt es die Baracken des Kleinbauern, die mit Deckenbalken oder mit Spitzdach konstruiert sind und die je nach Konstruktionstyp auf verschiedene Weise genutzt wurden.

Auch kann man ehemalige Schmugglerverstecke finden, Brunnen und Wasserräder, die auf die Existenz von bewässertem Anbau hinweisen, Sandsteinbrüche, Bootsgaragen und einige Köhlersilos und Kalköfen. Der Name S’Amarador geht auf die alte Nutzung der Teiche zurück. Einst wurden hier Leinen und Hanfbüschel eingeweicht, um später zu Faser verarbeitet zu werden. Oder es wurden dort Stämme gehärtet, die anschließend für Haus oder Bootsbau verwendet wurden.

Fulletó CAT,  Folleto  ES,  Brochure_EN

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  • Sie befinden sich in einem Gebiet mit extrem hoher Waldbrandgefahr. Zünden Sie unter keinen Umständen ein Feuer an.
  • Bewegen Sie sich auf den Wegen ohne Lärm zu machen, um die Tierwelt und die anderen Besucher nicht zu belästigen.
  • Bleiben Sie auf den ausgeschilderten Wegen und parken Sie Ihr Gefährt auf dem Parkplatz ab.
  • Respektieren Sie die besonders empfindlichen Naturzonen wie die Dünenlandschaft und die Feuchtgebiete.
  • Hunde können die Tierwelt stören und sind deshalb an der Leine zu führen. Am Strand sind Hunde verboten.
  • Zerstören Sie die ethnologischen Elemente nicht. Respektieren Sie das Werk unserer Vorfahren.
  • Benutzen Sie diese öffentliche Einrichtung mit Respekt und respektieren Sie die Bereiche, die Privateigentum sind.
  • Campen ist untersagt.
  • Kollaborieren Sie bei der Bewahrung des Parks und tragen Sie mit Verbesserungsvorschlägen für dieses Naturschutzgebiet bei.

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Liegt an der Südostküste von Mallorca, in der "Marine" von Llevant, im Gemeindebezirk von Santanyí. Anfahrt: von der Straße Palma-Santanyí (Ma-19) aus. Die Zugänge sind ausgeschildert von Santanyí, Alqueria Blanca und von der Straße von Cala Figuera. Parc_Mondragó: Zugang Broschüre    

MAPA

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Ein Mosaik von ganz unterschiedlichen Landschaften prägt diese Küstenzone. Bedingt durch das trockene Klima und den nährstoffarmen Boden herrscht die mediterrane Macchie vor, die sich hauptsächlich aus Ölbaum Johannisbrotbaum-Buschwald (Oleo-Ceratonion) zusammensetzt mit Wildem Ölbaum (Olea europaea var. sylvestris), der Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis), dem Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), der Steinlinde (Phillyrea sp.), der Zistrose (Cistus sp.), dem Rosmarin (Rosmarinus officinalis), der Vielblütigen Erika (Erica multiflora) und dem Gezähnten Lavendel (Lavandula dentata). Dem Verlauf der Wilbäche folgend haben sich Pinienwälder gebildet, diesich in den Küstenzonen mit dem Phönizischen Wacholder vermischen (Juniperus phoenicea). Unter den Pflanzen der Macchie und auch in den Pinienwäldern des Parks fallen besonders die Orchideen ins Auge: das Riesenknabenkraut (Barlia robertiana), die Pyramiden-Orchidee (Anacamptis pyramidalis), die Zungenständel (Serapias sp.) und verschiedene Arten der Gattung Kerfstendel oder auch Ragwurzen (Ophrys) und der Knabenkräuter (Orchis). Zu der Tierwelt des Parks zählen Säugetiere wie der Algerische Igel (Atelerix algirus), das Mauswiesel (Mustela nivalis), die Kleinfleck-Ginsterkatze (Genetta genetta) und der Baummarder (Martes martes), sowie einige Nagetiere wie das Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus), der Iberische Hase (Lepus granatensis), die Waldmaus (Apodemus sylvaticus) und der Gartenschläfer (Elyomis quercinus). Weitaus bedeutender noch ist der Vogelbestand: der Triel (Burhinus oedicnemus), die Ringeltaube (Columba palumbus), die Turteltaube (Streptopelia turtur), der Turmfalke (Falco tinnunculus), der Wiedehopf (Upupa epops) und viele andere kleine Vögel wie z. B. die Kohlmeise (Parus major) oder die Grasmücke (Sylvia sp.). Das andere wichtige Element im Park sind die bestellten Felder. Hier handelt es sich um Baum-Trockenanbau, bei dem der Mandelbaum (Prunus dulcis) und der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) dominieren. In den Schluchten sieht man einige Exemplare von Steineichen (Quercus ilex). Besonders bemerkenswert ist jedoch das bedeutende Dünensystem von S’Amarador. Hier wachsen die Stranddistel (Eryngium maritimum), die Strand Wolfsmilch (Euphorbia paralias) und die Dünen-Trichternarzisse (Pancratium maritimum). Die Wilbäche von S’Amarador und von Sa Font de n’Alis münden in zwei Salzseen, in denen Schilfrohr (Phragmites australis), die Stechende Binse (Juncus acutus) und der Strandflieder (Limonium sp.) zu finden sind. Gelegentlich kann man Stockenten (Anas platyrhynchos), Teichrallen (Gallinula chloropus), Blässhühner (Fulica atra), Seidenreiher (Egretta garzetta) und Graureiher (Ardea cinerea) beobachten. Die Seen sind auch Lebensraum für die Vipernatter (Natrix maura) und den Iberischen Wasserfrosch (Rana perezi). Von den Fischarten sind die Großkopf Meeräsche (Mugil cephalus), der Koboldkärpfling (Gambusia affinis) und der Europäische Aal (Anguilla anguilla) vertreten. Außer an den Stränden ist die Küste zerklüftet und geprägt von Felsschluchten, in denen der Wanderfalke (Falco peregrinus) nistet und man Exemplare der Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis) und der Korallenmöwe (Larus audouinii) findet. Die dominierende Pflanzengesellschaft in dem felsigen Gelände ist die Vereinigung Crithmo-limonietum, in welcher der Meerfenchel (Crithmum maritimum) und der Strandflieder (Limonium sp.) reichlich vorhanden sind. Die Felsen und auch die große Anzahl von Trockenmauern sind Lebensraum für einige Reptilien wie z.B. der Mauergecko (Tarentola mauritanica). Die gesamte marine Zone wird von der Kaputzennatter (Macroprotodon mauritanicus), der Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni) und der Grünen Balearen-Kröte (Bufo balearicus) bewohnt.

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Das Informationszentrum des Parks und ein kleines Andenkengeschäft befinden sich beim Parkplatz von Sa Font de n’Alis, und das Verwaltungsbüro in der Straße Can Llaneres Nr. 8 in Santany. Die Strände von S’Amarador und Sa Font de n’Alis verfügen beide über einen gebührenfreien öffentlichen Parkplatz und eine Erholungszone in der Nähe. Parkplätze werden vom Verband S'Estel de Llevant verwaltet Preis pro Tag: Autos 5 €, Motorräder 2 € , Wohnwagen 9 € und Busse 12 €. Mondragó verfügt auch über ausgeschilderte Besucherrouten, Sanitäranlagen und bietet das ganze Jahr über begleitete Besuchstouren.

  • Informationszentrum des Parks. Carretera de cala Mondragó s/núm. 07691 Santanyí . Tel. und Fax: +34 971 18 10 22. Öffnungszeiten:jeden Tag von 9 zu 16 Uhr, außer Weihnachten und Jahreswende.
 
  • Parkbüro (Can Crestall) C/ de Can Llaneres, 8. 07650 Santanyí. Tel: +34 971 64 20 67, Fax: +34 971 64 21 30. Öffnungszeiten: von Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr

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Für alle, die aufgrund irgendeiner körperlichen oder geistigen Behinderung das Naturgebiet nicht besuchen können, besteht die Möglichkeit, die Routen in einem Joëlette-Rollstuhl zurückzulegen. Wenn Sie eine Route aus unserem Angebot wählen möchten, schlagen wir Ihnen bei der Informationsstelle des öffentlichen Landgutes gerne verschiedene Möglichkeiten vor. (Kontakttelefon des öffentlichen Landguts: 971 18 53 63) Um einen Besuch zu vereinbaren, setzen Sie sich bitte mindestens drei Wochen vorher mit den Freiwilligen des Roten Kreuzes in Verbindung. (Servicetelefon des Roten Kreuzes, verfügbar rund um die Uhr: 971 29 50 00) Der Besuch kann immer dann vereinbart werden, wenn Freiwillige verfügbar sind. Das Projekt wurde vollständig vom Hilfswerk der Bank „La Caixa“ finanziert. Was sind Joëlette-Rollstühle? Dabei handelt es sich um einrädrige, geländegängige Rollstühle, die Personen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit geben, auf nicht barrierefreien Wegen mit der Hilfe von drei oder mehr Begleitpersonen Wanderungen zu machen. Zugänglichere Naturschutzgebiete Die Naturschutzgebiete auf den Balearen bieten viele Möglichkeiten, die Natur zu genießen, aber in vielen Fällen war es bisher für Personen mit eingeschränkter Mobilität schwierig, dorthin zu gelangen. Jetzt ist es mit den Joëlette-Rollstühlen auch für diese Menschen möglich, die Natur direkt zu genießen. 12 Rollstühle stehen zur Verfügung Wir besitzen 12 Joëlette-Rollstühle, die in den Naturschutzgebieten der Balearen benutzt werden können: acht Rollstühle auf Mallorca, zwei auf Menorca, einer auf Ibiza und einer auf Formentera. Außerdem wurde eine Gruppe mit Freiwilligen zusammengestellt, die diese Stühle fahren können. Wer kann eine Route in einem Joëlette-Rollstuhl machen? Alle, sowohl Bewohner der Balearen als auch Auswärtige, die aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht im Naturschutzgebiet wandern können, haben die Möglichkeit, in einem Joëlette-Rollstuhl eine Tour durch die Naturschutzgebiete auf den Balearen zu machen. Die Benutzung der Joëlette-Rollstühle ist aufgrund ihrer Merkmale auf Personen mit einem Gewicht von maximal 120 kg beschränkt. Welche Routen sind möglich? Die Naturschutzgebiete auf den Balearen haben sehr viele Strecken zu bieten. Erkundigen Sie sich für jeden einzelnen Fall, welche Wege am empfehlenswertesten sind, sowohl wegen ihrer Merkmale als auch ihres Schwierigkeitsgrades und abhängig von der Jahreszeit. Das Personal der Naturschutzgebiete kann Sie ausführlich beraten. Anfragen Auf Mallorca: Tel.: 971 295000 (24 Stunden), Rotes Kreuz der Balearen. Auf Menorca: Tel.: 971 17 77 05, montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr. Auf Ibiza und Formentera: Tel.: 971 30 14 60, montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr. Die Anfragen müssen mindestens 3 Wochen im Voraus gestellt werden. Der Tag für die Wanderung wird je nach Verfügbarkeit der Freiwilligen festgelegt. Wenn Sie bereits über die entsprechend ausgebildeten Begleitpersonen verfügen, die Joëlette-Rollstühle fahren können, muss die Verfügbarkeit der jeweiligen Anzahl an Rollstühlen bestätigt werden. Auch Bildungseinrichtungen können für gebuchte Ausflüge aus dem Lehrangebot der Naturschutzgebiete diese Rollstühle anfordern, indem sie auf dem Antragsformular angeben, wie viele sie benötigen. Die Benutzung eines Joëlette-Rollstuhls unterliegt der Verfügbarkeit des entsprechenden Fahrers. Die Rollstühle werden vollkommen kostenlos verliehen.

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  • Itinerari del mirador de ses Fonts de n'Alis
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  • Itinerari de la volta a sa Guàrdia d'en Garrot
  •    
  • Itinerari de la punta de ses Gatoves
  •    
  • Itinerari de S'Amarador

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Itinerari del mirador de ses Fonts de n'Alis

Dificultad:Niedrig
Distancia:640 m
Duración:15 min
Recomendaciones:Schöner Tour für den Verkehr zu vermeiden
Temática:Verschiedene natürliche Umgebungen

Color:   

Wir schlagen Ihnen einen angenehmen Spaziergang zwischen dem Parkplatz von Ses Fonts de n'Alis und dem Strand vor. Die Route führt uns durch den Wald entlang der Lagune Estany de sa Font de n’Alis zum Strand. In kurzer Zeit können Sie unterschiedliche natürliche Umgebungen kennen lernen. Diese Route ist eine gute Alternative zur Straße, um ans Meer zu gelangen. Ein angenehmer Spaziergang ohne Straßenverkehr. Wir beginnen unsere Route auf dem Parkplatz von Ses Fonts de n'Alis neben dem Informationszentrum des Naturparks. Falls das Zentrum zu dieser Zeit geöffnet ist, können wir uns dort über alles informieren, was wir zum Naturpark wissen möchten. Am Ende des Parkplatzes befindet sich ein schmaler Durchgang, von dem aus wir unseren Spaziergang beginnen. Wir betreten ein ehemals landwirtschaftliches Gebiet, auf dem sich die Nutzpflanzen nach und nach verändert haben, bis die typische Garigue-Landschaft der Küstengebiete, auch als "Marina" bezeichnet, entstanden ist. Im Volksmund wird diese Art von Gelände "pletes" genannt.

Etapas

Die Landwirtschaft in dieser Gegend im Süden Mallorcas sowie auch im Naturpark ist heute nicht sehr bedeutend. Die bebauten Ackerflächen sind zurückgegangen, wohingegen die Intensität zugenommen hat, da es sich um einen Anbau auf unbewässertem Land handelt. Im Allgemeinen finden sich Baumkulturen (Mandelbäume, Johannisbrotbäume und in geringerem Umfang Feigenbäume), ergänzt vom Anbau von Futterpflanzen für die Schafe. Weiter vorne haben wir die Möglichkeit, Anzeichen für einen früheren bewässerten Anbau am Wildbach Torrent de ses Fonts de n'Alis zu sehen: Lediglich die Böden der Wildbäche wurden für den Anbau von Gemüse oder Zitrusfrüchten genutzt. In der Nähe des Wildbachs Torrent de s'Amarador, in dem S'Hort des Metge genannten Gebiet, sind als Zeugen dieser landwirtschaftlichen Nutzung noch ein Schöpfrad und ein Kanalisationssystem vorhanden. Der Anbau von Mandeln und Johannisbrot lohnt sich insbesondere auf einem derart parzellierten Gelände wie Mondragó nicht mehr. Viele der Äcker, die wir sehen, werden landwirtschaftlich nicht genutzt. Die Bäume verlieren an Produktivität und die spontane Küstenvegetation rückt immer mehr auf die verlassenen Feldern vor.
Wilde Olivenbäume und Kiefern prägen das waldige Gebiet, durch das wir zur Küste hinuntergehen. Plötzlich sehen wir linkerhand eine Trockenmauer, die das waldige Gebiet von einigen landwirtschaftlichen Parzellen abtrennt, auf denen Johannisbrot- und Mandelbäume stehen. Am Anfang fällt der Weg sanft ab und wird dann immer steiler, bis das Gelände den Meeresspiegel erreicht. Es handelt sich um eine einfache, leicht begehbare Strecke, die keine größeren Schwierigkeiten aufweist. Dieser Weg ist sowohl aufgrund seiner einfachen Morphologie als auch seiner kurzen Dauer gut für eine Wanderung mit Kindern geeignet. Zunächst kommen wir durch eine Küstenlandschaft, die eindeutig von Aleppo-Kiefern (Pinus halepensis) beherrscht wird, die sich den Boden mit vielen anderen Arten wie Mastix-Sträuchern (Pistacia lentiscus), Wilden Olivenbäumen (Olea europaea silvestris), Phönizischem Wacholder (Juniperus phoenicea) und Rosmarin (Rosmarinus officinalis) teilen. Wir können einen Moment innehalten, um die Landschaft in Ruhe zu betrachten und alle Einzelheiten in uns aufzunehmen, die uns sonst entgehen würden. Haben wir anfangs nur Bäume gesehen, so stellt sich heraus, dass wir dort auch kleine Pflanzen, Moose, Flechten, Hexenbesen und Insekten entdecken, dies alles begleitet von den Geräuschen der Natur (Vogelgesang, Grillenzirpen und an stürmischen Tagen sogar die Brandung des Meeres). An einigen Kiefern können wir erkennen, dass die Nadeln an manchen Ästen wild durcheinander wachsen, wodurch ein Gebilde entsteht, das Hexenbesen oder Donnerbusch genannt wird: Eine Verwachsung des Baumes unbekannten Ursprungs. Diese Verwachsungen an den Ästen werden von manchen Arten wie der Waldohreule (Asio otus) zum Nisten genutzt. Ebenso bemerken wir die schlanke Form der Kiefern in unserem Wald: Dies geht darauf zurück, dass die Köhler von jeher die unteren Äste genutzt haben. Mittlerweile wird das Kiefernholz nicht mehr so häufig verwendet. Die Bäume werden selektiv beschnitten und wachsen gemäß ihrer natürlichen Form kräftiger und rundlicher heran. Wir passieren eine zweite Öffnung in den Trennmauern, die das Gelände in Parzellen unterteilen, gehen rechts weiter und kommen zu einem Aussichtspunkt, der uns einen Blick auf das Flussbecken des Wildbachs Torrent de ses Fonts de n'Alis bietet.
Vom Aussichtspunkt aus sehen wir links den Unterlauf des Wildbachs, an dem sich das Wasser staut. Bevor sie ins Meer münden, sehen wir, wie rechts zwei Wildbäche aus entgegengesetzten Richtungen zusammenfließen. Der östliche Bach ist der Torrent des Jai und der aus Westen kommende Bach ist der Torrent de ses Coves del Rei. Während das Bett des Wildbaches kaum mit Pflanzen bewachsen und im Sommer gänzlich mit Schlamm bedeckt ist, weisen die Hänge des Flussbeckens unterschiedliche Vegetation wie vor allem Wilde Olivenbäume auf. Lediglich im Mittelteil der Wände kommt anstehendes Gestein vor, das graue Steilwände (aus Kalkstein) bildet, an denen keine Pflanzen wachsen können. Der Verlauf des Wildbachs und die Schwankungen des Meeresspiegels sind für die Morphologie an dieser Stelle ausschlaggebend: Das Flussbecken hat sich durch die Auflösung weniger dichter Materialien durch den herabstürzenden Wildbach und die Einwirkung des Meeres gebildet. Dieser Kanal hat sich als Durchgang zwischen zwei kleinen Felsenmassiven erhalten, die heute mit einer Erdschicht bedeckt sind, welche die Entwicklung der Garigue ermöglicht. Je weiter wir gehen, desto mehr nähern wir uns dem Meeresspiegel. Auf der linken Wegseite wachsen unter den Felsen, die das Flussbecken umschließen, Französischer Lavendel (Lavandula dentata) und Weinraute (Ruta graveolens).
Gegen Ende unseres Abstiegs durch den Wald können wir am Ende des Flussbeckens auf Höhe des Wildbaches eine ganz andere Atmosphäre genießen. Wir sind bereits am Estany de ses Fonts de n'Alis angekommen. Da die Lagune nicht besonders tief und das Bett des Wildbaches ziemlich eben ist, besteht sie im Sommer lediglich aus einer Art Wasserbecken in der Mitte des Flussbettes. Im Winter führt für gewöhnlich die gesamte Breite des Wildbachs durchgehend Wasser. Im Allgemeinen fließt das Wasser nicht und das sich stauende Wasser hat weder genug Kraft noch genug Volumen, um über den Strand hinauszukommen, der wie eine Barriere aus Sand wirkt. In jedem Fall sorgen unterirdische Infiltrationen und die Kraft der Brandung bei Sturm dafür, dass dieses Wasser das ganze Jahr über salzhaltig ist. Allerdings schwankt der Salzgehalt je nach der Süßwasserzufuhr. Diese Lagune gehört wie der Estany de s'Amarador zu den wenigen, die an der Ostküste der Insel erhalten sind, da die meisten Lagunen, die sich an der Mündung der Wildbäche bildeten, im Rahmen der Erschließungsarbeiten in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts trockengelegt worden waren.
Feuchtgebiete zeichnen sich durch eine große biologische Vielfalt aus. Dies geht auf ihre unterschiedlichen Lebensräume zurück (Quellerwiesen, mehr oder weniger salzhaltige stehende Gewässer, Dünen, überschwemmbares Gelände, Strand). Zudem ist der westliche Mittelmeerraum eines der wichtigsten Gebiete für viele europäische Zugvögel, die im Frühjahr von Südwesten nach Nordosten und im Herbst in die umgekehrte Richtung ziehen. Die Lagunen und Sümpfe erfüllen darum für die Zugvögel eine äußerst wichtige Funktion, für uns etwa vergleichbar mit den Rastplätzen an den Autobahnen quer über den Kontinent. In den Lagunengebieten unserer Breitengrade besonders häufig vorkommende Vögel sind Reiher wie Graureiher (Ardea cinerea) und Seidenreiher (Egretta garzetta); Larolimikolen wie Korallenmöwen (Larus audouinii), Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) und Flussregenpfeifer (Charadrius spp.) sowie Entenvögel wie die Stockente (Anas platyrhynchos), das Blässhuhn (Fulica atra) und die Teichralle (Gallinula chloropus). Manche dieser Arten leben das ganze Jahr über in den Lagunen und an den Wildbächen Mallorcas, während uns andere von Zeit zu Zeit, vor allem im Winter besuchen.
Lediglich der Strand trennt die Lagune vom Meer. Dieser Strand ist unter verschiedenen Namen bekannt: Neben der Bezeichnung Cala Mondragó, die sich auf das ganze Gebiet bezieht, wird er auch Platja de s'Amarador genannt. Der hiesige Strand hat zwei Namen. Einer davon lautet Caló d'en Garrot. Er wird vor Allem von den Einwohnern von S'Alqueria Blanca verwendet. Der zweite Name ist Ses Fonts de n'Alis. So wurde der Strand von den Einwohnern von Santanyí genannt, die einst auf einem Weg entlang des Wildbaches Ses Fonts de n'Alis dort hinkamen. Die Font de n'Alis ist eine natürliche Quelle, die am Streckenverlauf des gleichnamigen Wildbachs aus der Erde sprudelt.

PARC NATURAL DE MONDRAGÓ

Itinerari de la volta a sa Guàrdia d'en Garrot

Dificultad:Niedrig
Distancia:940 m
Duración:25 min

Color:   

Dieser Weg beginnt und endet an der Bucht Caló d'en Garrot, die auch unter dem Namen Platja de ses Fonts de n'Alis bekannt ist. Wir gehen durch einen Kiefernwald und gelangen zur Bucht Caló des Burgit mit einem kleinen aber wunderschönen Sandstrand. Der Name geht auf das katalanische Wort "brogit" zurück, das so viel wie das Brausen der Brandung an den Felsen und das Rauschen des Winds in den Blättern bedeutet.

Etapas

Am Zugang zum Strand liegt das Freizeitareal Ses Fonts de n'Alis. Dort beginnt der Weg bis in die Nähe der Bucht Caló des Burgit. Wir gehen auf einem Forstweg durch einen Wald aus Kiefern und Phönizischem Wacholder in Richtung Osten. Dieser Wald ist ein sogenannter Wacholderwald aufgrund des dort wachsenden Phönizischen Wacholders (Juniperus phoenicea), der typisch für Küstengebiete (und insbesondere Dünenstreifen) ist. Wir können jedoch beobachten, dass die Garigue im Wesentlichen aus Wilden Olivenbäumen und Kiefern besteht und die letztgenannten Bäume dort am häufigsten vertreten sind. Die Aleppo-Kiefern (Pinus halepensis) sind hier in der Natur praktisch allgegenwärtig, da sich diese Bäume an die meisten Umgebungsbedingungen auf den Balearischen Inseln angepasst haben. Wacholderwälder sind auf Mallorca nur noch gering verbreitet, was jene im Naturpark Mondragó umso bedeutender macht. Wir haben hier Gelegenheit, die repräsentativsten Arten der Küstenlandschaft zu betrachten, die mit ihrer charakteristischen, küstentypischen Garigue "Marina" genannt wird. An erster Stelle stehen aufgrund ihrer repräsentativen Rolle der Phönizische Wacholderbaum und die Aleppo-Kiefer. Darüber hinaus können wir Sträucher wie den Wilden Olivenbaum (Olea europea sylvestris), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Mastix-Strauch (Pistacia lentiscus), Vielblütige Heide (Erica multiflora) und Schmalblättrige Steinlinde (Phillyrea angustifolia) sehen. Darunter wachsen neben zahlreichen Gräsern wie der Zwenkenart Brachypodium retusum in der "Marina" blühende Orchideenarten (Ophrys vemixia, Barlia robertiana, Anacamptis piramidalis, Serapias lingua... ) sowie zahlreiche Arten von Moosen, Flechten und Pilzen. An wirklich mediterranen Orten wie diesem sind die Sommer sehr heiß und trocken. Frühling und Herbst sind feuchter und milder, und die Winter relativ kalt. Die Witterungsschwankungen sind sehr ausgeprägt und bestimmen das ganze Jahr über große Unterschiede in der Natur: Moose und Pilze in Herbst und Winter, Baumblüte im Frühjahr, das Verschwinden vieler krautiger Pflanzen im Sommer. Diese Vegetation, die den Wacholderwald beherrscht, vermischt sich mit Arten, die typisch sind für das steinige Gelände in der Nähe von Steilwänden wie die endemische Art Launaea cervicornis, Meerfenchel (Crithmum maritimum) und Strandflieder (Limonium spp.). Diese an den Küstenfelsen lebenden Arten haben sich an starken Wind, Brandung und salzhaltige Luft angepasst.
Sobald wir die Bucht Caló des Burgit erblicken, sind wir von der Schönheit der Bucht und dem kristallklaren Wasser überwältigt, auf dem an sonnigen Tagen himmelblaue Lichtreflexe tanzen. In dieser kleinen Bucht ganz in der Nähe bekannterer Strände wie Platja de ses Fonts de n'Alis und Platja de s'Amarador können wir im Sommer Badefreuden ohne Trubel frönen, wenn wir auch auf die an anderen Stränden vorhandenen öffentlichen Dienstleistungen verzichten müssen. Kurz bevor wir zur Bucht kommen, biegen wir nach rechts auf einen Pfad ab. Durch einen Wacholderwald gehen wir fast parallel zur Küste weiter.
Die unberührte Küste entlang, die vom Meer aus aufgrund ihrer Form und der schwer zu überwindenden Steilküste praktisch unzugänglich ist, befinden sich zwischen Felsen und natürlichen Steilwänden eine Reihe von Stapelplätzen. Stapelplätze sind Orte, an denen schiefe Ebenen in die Felsenküste gehauen wurden, um Boote aus dem Wasser zu ziehen. Sie werden von den Fischern genutzt. Außer den Fischern gab es an diesen Küsten Wächter, Küstenwächter, Schmuggler, Köhler sowie Wanderer und zahlreiche Touristen, von denen jeder seine eigene Motivation hatte. Zwischen der Bucht Caló des Burgit und Sa Font de n'Alis sehen wir ein MG-Nest, das in der Zweiten Republik auf den Überresten eines alten Turms errichtet wurde, der die Überwachung der Zugänge zu den Buchten von Mondragó Es Burgit und Sa Barca Trencada ermöglichte. Wenn wir die Augen offen halten, können wir ganz in der Nähe des Weges ein Schmugglerversteck entdecken.
Die Küste in diesem Gebiet geht auf Kalksteinplatten zurück, die sich im Känozoikum, genauer gesagt im Miozän, vor fünfundzwanzig Millionen Jahren unter dem Meer gebildet haben. In den Erdzeitaltern nach der Entstehung dieser Felsen kam es zu bedeutenden Klimaveränderungen, die Schwankungen des Meeresspiegels bedingten. Durch diese Umweltveränderungen zwischen Meer und Land sowie die Wirkung von Regen, Wellen und Wind wurde das heutige Erscheinungsbild der Felsformationen gebildet. In der Nähe des MG-Nests können wir die sich im Felsen überlagernden Schichten perfekt erkennen: Einige Schichten oder Strata entfallen auf an der Oberfläche entstandene Sandablagerungen, andere auf Anlagerungen von sehr feinen Materialien mit vielen, am Meeresboden gebildeten Muschelfossilien. Die Steilhänge zum Meer hin sind niedrig und bilden durch die Einwirkung der Wellen Stufen, die "Tenasses" genannt werden, an denen sich Algengemeinschaften und andere, verwandte Organismen ansiedeln. Oft bilden sich durch die von den Wellen verursachte Erosion horizontale Hohlräume aus, die sich in Tausenden von Jahren verwandeln: Die durch die direkte Wassereinwirkung entstandenen Lücken können sich zu komplexen Höhlen an der Küste weiterentwickeln, die sich bisweilen kilometerweit bis in das Innere der Insel erstrecken. Die Küste Mallorcas ist reich an Höhlen und unterirdischen Gängen an der Küste, deren Eingang sich oft unter dem Meer befindet. Weitere ortstypische Geländeformen sind Grotten und Felsenbögen. Von diesen Steilhängen aus finden wir, kurz nachdem wir das MG-Nest passiert haben, einige wunderbare Aussichtspunkte auf die Strände, die Küstenfelsen und das offene Meer.
Das Gebiet von Mondragó entstand in einem warmen Meer, in dem Korallen lebten. Es handelt sich um eine große Platte, die mit dem allgemeinen Sinken des Meeresspiegels an die Oberfläche kam und sich wie ein Küstengebiet ausbildete: eben, homogen und litoral. Entlang des Küstengebiets erstreckt sich das Korallenriff, auf dem sich große Abschnitte mit Kalkstein befinden, der Santanyí-Stein genannt wird. Die meisten der an der Oberfläche sichtbaren Felsen sind verkarstet: Mit Kohlendioxid aus der Atmosphäre vermischtes Regenwasser führt zur Auflösung dieser Felsen, die Karstbildung genannt wird. Im Laufe der Jahrhunderte entstehen zahlreiche Landformen, wie heute zwischen Felswänden herabstürzende Wildbäche, Erdspalten, Höhlen, Stalaktiten und Stalagmiten. Die Steilwände an den Küsten nehmen ihre Gestalt infolge des Abrasionseffekts der Wellen auf den Küstenstreifen an. An einigen Wänden können wir leicht die schichtförmige Anordnung erkennen, die auf ehemalige fossilierte Dünen zurückgeht. Die jüngste Schicht aus dem Quartär besteht aus Sedimenten von Sturzbächen. Sie bilden den Boden, auf dem sich die Vegetation am Besten entwickelt. Die Strände sind das Ergebnis der Sandanhäufungen, die durch die Wellen an der Küstenlinie abgelagert werden. Sandkörner bestehen aus kleinen Felspartikeln, die von der nahegelegenen Küste stammen, aber auch aus einer großen Menge Kalziumkarbonatpartikeln, die auf den Zerfall zahlreicher, auf dem Meeresboden lebender Weichtiere wie Muscheln und Schnecken zurückgehen. Doch nicht nur Regen und Wellen lassen eindeutige Spuren auf der Erdoberfläche zurück, sondern auch der Wind ist in bestimmten Umgebungen an der Gestaltung beteiligt. Am Strand Platja de s'Amarador sehen wir an der ebenen, pflanzenlosen Sandfläche die Einwirkung des Windes auf ganz besondere Weise: Dort entstehen Dünen.
Wir beenden diesen Rundweg am Strand Platja de ses Fonts de n'Alis. Diese kleine Sandfläche an der Mündung des Wildbaches bildet einen kleinen Strand, der als Barriere fungiert. Hinter dem Strand und von diesem aus sichtbar bildet sich am Unterlauf des Wildbachs Torrent de ses Coves del Rei ein kleines salzhaltiges Überschwemmungsgebiet. Diese Lagune trocknet in den Sommermonaten fast vollständig aus, doch im Winter bildet sich dort ein höchstinteressantes Feuchtgebiet aus.

PARC NATURAL DE MONDRAGÓ

Itinerari de la punta de ses Gatoves

Dificultad:Niedrig
Distancia:720 m
Duración:25 min
Recomendaciones:Bequeme Schuhe

Color:   

Wenn Sie durch einen typischen mediterranen Küstenwald spazieren, die Auswirkungen der Wellen auf die Küste und des Winds auf die Vegetation beobachten möchten...Wenn Sie auf den Spuren der traditionellen Forstwirtschaft sehen möchten, wie der Wald heute hauptsächlich genutzt wird... Wenn Sie wissen möchten, wie in Mondragó die Mauern der Einfriedungen aussehen, welchen Blick man von hier aus auf die Ostküste hat und wie die Strände sind, die jeden Sommer von Tausenden besucht werden... Dann wird Ihnen die Route an der Punta de ses Gatoves gefallen.

Etapas

Bei der Anfahrt zum Naturpark mit dem Auto muss der Wagen auf dem Parkplatz Ca sa Muda, 500 Meter vom Strand Platja de s'Amarador entfernt, abgestellt werden. Der Parkplatz ist von der Straße nach Cala Figuera aus zu erreichen. Wir beginnen unseren Spaziergang in Richtung Strand auf einem sehr breiten asphaltierten Weg zwischen zwei den Wald umfriedenden Trockensteinmauern. Auf beiden Seiten des Weges können wir stattliche Exemplare von Aleppo-Kiefern (Pinus halepensis) sehen, unter die sich einige Phönizische Wacholder (Juniperus phoenicea) gemischt haben. Kurz vor dem Strand zweigt rechts ein Weg ab, auf dem wir an der Küste entlanggehen können: Von nun an führt unser Weg durch den Wald, wo wir uns mit Rücksicht auf dessen Bewohner sowie auf die übrigen Besucher leise verhalten sollten. Spaziergang durch die Küstenlandschaft und Erkundung des Wacholderwaldes Wahrscheinlich fällt uns die Vielzahl an Phönizischem Wacholder auf, der in dieser Gegend wächst. Diese Art gibt der Art von Wald, in dem wir uns befinden, ihren Namen: Wacholderwald. Der Wacholderwald gehört zu den typischen Küstenwäldern des Mittelmeerraums. Im Küstengebiet von Mondragó wachsen Phönizischer Wacholder (Juniperus phoenicea) und Wilde Olvenbäume (Olea europaea silvestris) zwischen zahlreichen Aleppo-Kiefern (Pinus halepensis) und Mastix-Sträuchern (Pistacia lentiscus). Auf dem Spaziergang in Küstennähe bieten sich aufsehenerregende Ausblicke auf den Küstenstreifen des Naturparks. Bald kommen wir zu einem Kalkofen. In diesen runden Öfen wurde Holz gestapelt und angezündet, nachdem es mit Steinen bedeckt worden war, die auf die Ofenwände geschichtet wurden und den Ofen kuppelförmig abdeckten. Unten wurde eine Öffnung freigelassen, durch die Holz nachgelegt wurde, um den Brennvorgang einige Tage lang aufrechtzuerhalten. Sobald die Steine kalziniert waren, wurde das Kuppeldach des Ofens entfernt und aus dem Gestein der Ätzkalk gewonnen. Dieser wurde als Konglomerat beim Häuserbau, zur Desinfektion, zum Tünchen und Schwefeln von Pflanzen verwendet. Dieses Ökosystem wird von einer Reihe von Lebewesen bewohnt. Wir können einige Vögel beobachten wie den Wiedehopf (Upupa epops), den Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirrostra), die Amsel (Turdus merula) oder das Rothuhn (Alectoris rufa). Mit ein bisschen Glück haben wir vielleicht Gelegenheit, einen Wanderfalken (Falco peregrinus) oder eine Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis) beim Sonnen auf den Felsen oder beim Fischen zu beobachten. Was die Säugetiere betrifft, so müssen wir uns damit abfinden, die eine oder andere Spur im Wald zu entdecken, da diese im Allgemeinen in der Nacht und Dämmerung aktiv sind: Die Kleinfleck-Ginsterkatze (Genetta genetta), das Mauswiesel (Mustela nivalis) und der Baummarder (Martes martes). Die Böden in diesem Küstengebiet sind wenig fruchtbar und werden die meiste Zeit des Jahres über nur unzureichend mit Wasser versorgt. Die Knappheit an Erde und Wasser ist ausschlaggebend für die dort beheimateten Pflanzenarten. Im Allgemeinen handelt es sich um ausdauernde Arten mit kleinen, harten, schmalen, kaum fleischigen Blättern.
Die bewaldeten Flächen des Naturparks werden längst nicht mehr wie einst genutzt. Heute gibt es dort zwar weder Köhler noch grasende Schweine, aber sie sind nach wie vor Gebiete, auf die der Mensch einwirkt. Unsere Wälder sind heute ein Ort zum Spazieren gehen, Pilze suchen oder sogar zum Jagen, wofür eine Lizenz erforderlich ist. Die dort durchgeführten Maßnahmen sind auf die Prävention von Waldbränden sowie die Bekämpfung von Schädlingen und die Aufforstung besonders spärlich bewachsener Bereiche ausgerichtet. Darüber hinaus werden die Wege instandgehalten. Von den Schädlingen in unseren Wäldern kommt einem besondere Bedeutung zu: dem Pinien-Prozessionsspinner. Sein Name geht auf die prozessionsartigen Wanderungen seiner Raupen in Gruppen zurück. Es handelt sich um eine mediterrane Art, die ab den 50er-Jahren in den Erdballen von Pflanzen vom spanischen Festland eingeschleppt wurde und sich rasch verbreitete. Dieser Falter hat vier Lebensphasen: Ei, Raupe, Puppe und Schmetterling. Den größten Schaden richtet er in der Raupenphase an. Die Raupe frisst die Nadeln der Kiefern und kann die Bäume stark beschädigen, wenn die Angriffe intensiv oder wiederholt erfolgen, oder wenn die Bäume bereits geschwächt sind. Doch die Gefahr des Prozessionsspinners beschränkt sich nicht allein auf den Wald. Die Raupe hat nesselnde Brennhaare, die bei Berührung oder wenn sie in der Luft schweben beim Menschen eine Dermatitis verursachen können. Der Rückgang der Waldflächen führt zu erhöhter Erosion und mindert die Fähigkeit, die Luft zu reinigen sowie lebensnotwendigen Regen und Feuchtigkeit anzuziehen. Kiefern sind von größter Bedeutung, weil sie auch dort wachsen, wo keine andere Art überlebt: Zwischen Felsen, am Meer, auf sehr dürftigem Boden... Aus all diesen Gründen wird der Kiefernwald aktiv gepflegt durch die Anbringung von Pheromon-Fallen, um die Männchen der Falter anzulocken und einzufangen; durch die Entfernung der Gespinste; durch die Anbringung von Schwarzlichtfallen, um die erwachsenen Tiere einzufangen; durch die Anbringung von Nistkästen für Blaumeisen, die sich vom Prozessionsspinner ernähren.
Wenn wir sonderbare Auswirkungen auf die Pinien beobachten wollen, sollten wir unser Augenmerk darauf richten, dass sie in der Nähe von Steilhängen wachsen, um uns der unglaublichen Anpassungsfähigkeit dieser Art bewusst zu werden. Nicht nur die Bodenknappheit für die Wurzeln zwischen den Felsen, sondern auch der peitschende, salzhaltige Wind bedingen das fast waagrechte Wachstum dieser Bäume, die "Barraquer"-Kiefern genannt werden. Zwischen Kiefern und Meer treffen wir auf den Felsen Populationen von Lithophyten an, kleine Pflanzen, die sich zum Überleben mit der kärglichen Erde in den Felsspalten begnügen. Wenn wir an der Küste weitergehen, können wir an den Felsen die Abdrücke von zahlreichen Muscheln und Schnecken sehen: Es handelt sich um Fossilien von Tieren, die hier zur Zeit der Entstehung der Felsen gelebt haben. Wenn diese Schalenweichtiere sterben, wird der weiche Teil ihres Körpers rasch zersetzt. Die Schalen und Gehäuse jedoch füllen sich mit herabfallendem Material. Im Lauf der Zeit und unter günstigen Bedingungen verfestigt sich dieses Material und die aus Kalk bestehenden Schalen und Gehäuse integrieren sich in die kompaktierten Sedimente und werden zu einem Teil des Felsens. Die Fossilien, die wir an den Steilhängen sehen, stammen von Weichtieren, die auf den Platten lebten, die heute die südlichen Küstengebiete Marines de Migjorn bilden und im Tertiär am Meeresgrund entstanden sind. Sobald wir die Bucht hinter uns lassen, sollten wir sogleich den Boden an der linken Wegseite im Auge behalten, um ein viereckiges Loch in der Erde nicht zu übersehen. Es ist der Zugang zu einem Versteck, in dem früher auf dem Seeweg geschmuggelte Ware verborgen wurde, bevor sie weitervertrieben werden konnte. Von diesen Schmugglerverstecken gibt es eine große Anzahl an der gesamten Inselküste. Wir gehen weiter und schon bald stoßen wir auf die Zufahrtsstraße zum Strand, wo wir losgelaufen sind.

PARC NATURAL DE MONDRAGÓ

Itinerari de S'Amarador

Dificultad:Niedrig
Distancia:1,100 km
Duración:25 min
Temática:Biodiversität

Color:   

Diese Route ist ein Spaziergang durch die Umgebung von S'Amarador, dem größten Strand im Naturpark Mondragó. Auch hier gibt es ein Feuchtgebiet, und zwar an der Mündung des Wildbachs an diesem Strand. Die Bedeutung dieses Feuchtgebiets geht auf seine biologische Vielfalt zurück, da es sich um eine der wenigen Lagunenlandschaften handelt, die es in diesem Bereich der Küste noch gibt.

Etapas

In der Nähe des Parkplatzes von Ca sa Muda gehen wir die in gleiche Richtung los, die wir zum Strand S'Amarador einschlagen würden. Wir gehen bis zu einer Abzweigung nach links, wo die Route von S'Amarador anfängt. Dieser Weg führt uns in den Wald aus Aleppo-Kiefern (Pinus halepensis), Phönizischem Wacholder (Juniperus phoenicea), Wilden Olivenbäumen (Olea europea silvestris) sowie zahlreichen Mittelmeersträuchern wie dem Mastix-Strauch (Pistacia lentiscus), drei Zistrosenarten (Cistus monspeliensis, Cistus salvifolius und Cistus albidus, zwei Steinlindenarten (Phillyrea angustifolia und Phillyrea media), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), der Vielblütigen Heide (Erica multiflora) und einigen krautartigen Pflanzen wie dem Französischen Lavendel (Lavandula dentata). Bald schon aber führt uns der Pfad an die Grenze zwischen Wald und Ackerland: Plötzlich stoßen wir auf ein Wasserbecken, das den Tieren in diesem Gebiet als Tränke dient. Ein wenig weiter vorne müssen wir nach links abzweigen und kommen zu einer Bauernkate, die in konischer Form und ausschließlich aus Steinen gebaut ist. Diese Art von Gebäude wird hier "Caseta de Curucull" genannt. Daneben sehen wir einen Pferch aus Stein.
Roters wurden die Landarbeiter genannt, die wenig fruchtbares Land, das normalerweise weit von den Cases de Possessió und den Ortschaften entfernt lag, bekamen, um dieses gegen eine Pacht oder den Zehnten als Sachleistung zu bewirtschaften. Die Behausungen sind kleine Katen aus Steinen, die ohne weiteres Befestigungsmaterial zusammengefügt sind. Das Dach besteht aus Ästen der einheimischen Pflanzen (Kiefer, Wilder Olivenbaum, Phönizischer Wacholder ) oder aus Steinen. Oft haben die Katen im Haus oder draußen eine Zisterne, einen Sammelbrunnen für Regenwasser oder ein eigenes Wasserbecken. Der Zweck dieser Gebäude liegt in diesen landwirtschaftlichen Gebieten auf der Hand: Sie erfüllten die notwendige Aufgabe eines Lagers für die Mandel- und Johannisbrotproduktion, dienten den Bauern als Zuflucht bei schlechtem Wetter und der Herde als Höhle, als Raum zur Aufbewahrung der auf dem Feld verwendeten Gerätschaften und sogar als vorübergehende Wohnstatt der Kleinbauern, wenn es auf dem Feld viel zu tun gab. Allerdings gibt es auf Mallorca Hütten aller Art in ländlichen Gegenden, die auch von Fischern, Küstenwächtern, Köhlern, Schneesammlern etc. benutzt werden konnten. Auf dem sich in öffentlichem Besitz befindlichem Gelände im Naturpark Parc natural de Mondragó gibt es eine Vielzahl von Roter-Katen, die alle auf die Landwirtschaft zurückgehen. Am häufigsten kommen die "Barraques de bigues" genannten und die kegelförmigen "Curucull"-Katen vor. Erstere sind oft in zwei Zimmer unterteilt, von denen eines als Stall für die Tiere und das andere als Wohnung für die Menschen diente, mit einer Speisekammer, einem Herd und zuweilen einer Zisterne. Die "Curucull"-Katen dienten normalerweise als Ruhestätte für die Tiere. Sie sind kleiner, mit niedriger Decke und Tür. Charakteristisch für sie ist das runde Dach mit Steingewölbe. Diese Bauwerke sind seit der Antike im ganzen Mittelmeerbereich weit verbreitete Elemente. Die meisten Katen in den mallorquinischen Küstengebieten entstanden im 18. Jh., als die Piratenüberfälle auf die Insel nachließen.
Wir müssen einige Meter zurückgehen, um wieder auf unseren ursprünglichen Weg zu kommen. Wir gehen nach links weiter und stoßen plötzlich auf einen neuen, breiteren Weg. Bald gehen wir durch eine breite Öffnung in einer Trockensteintrennmauer. Dieser Umstand führt uns vor Augen, dass, auch wenn wir durch einen Wald gehen, dieser Raum im Laufe der Zeit für das Überleben der Bevölkerung genutzt wurde: Die Mauern, die ihn durchziehen, sind nicht einfach nur Abgrenzungen ehemaliger Anwesen, sondern auch Viehpferche. Darüber hinaus markieren sie die Grundstücksgrenzen, die den einzelnen Arbeitern signalisierten, wo sie sich mit den Ressourcen des Waldes versorgen konnten: Holz, Kohle, Wild, Kalk... Wenn wir still weitergehen, können wir mit ein bisschen Glück die eine oder andere Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni), ein Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus), einen Iberischen Hasen (Lepus granatensis) oder Vögel wie die Turteltaube (Streptopelia turtur), den Wiedehopf (Upupa epops) oder die Ringeltaube (Columba palumbus) beobachten. Weniger wahrscheinlich ist es, auf andere, ebenfalls dort heimische Tiere zu treffen, wie den Triel (Burhinus oedicnemus), den Turmfalken (Falco tinnunculus), die Kohlmeise (Parus major), die Balearen-Grasmücke (Sylvia balearica) sowie andere Grasmückenarten (Sylvia spp.), den Igel (Erinaceus algirus), die Waldmaus (Apodemus sylvaticus), den Gartenschläfer (Elyomis quercinus), das Mauswiesel (Mustela nivalis), die Kleinfleck-Ginsterkatze (Genetta genetta), den Baummarder (Martes martes), die Kapuzennatter (Macroprotodon cucullatus) oder die Wechselkröte (Bufo viridis). Am linken Wegesrand sehen wir bald eine Roter-Kate neben einem "Claper". Ein "Claper" ist eine Anhäufung von Steinen, die einfache Haufen oder mehr oder weniger befestigte Konstruktionen bilden können. Ihr Zweck besteht im Lagern der Steine, die für den Ackerbau vom Feld entfernt werden, um den Bauern so Steine zur Konstruktion neuer Elemente zu liefern. Wir können "Clapers" finden, die in regelmäßiger Form konstruiert sind, in denen Öffnungen und kleine Gänge freigelassen werden, die zur Kaninchenjagd mit Waldiltissen (Mustela putorius) benutzt werden. Die Gänge bestehen aus langen und breiten "Clapers", die wie eine Trockensteinmauer gebaut sind. Weniger Meter weiter treffen wir bei unserem Spaziergang auf eine neue Steinkonstruktion: Eine Zisterne mit halbkreisförmigem Kragen.
Wir gehen nach rechts, ein paar Meter über einige Stufen abwärts und kommen an des rechte Ufer des Wildbachs Torrent S'Amarador. Vor uns sehen wir das Flussbett des Wildbachs, der an dieser Stelle für gewöhnlich das ganze Jahr über Wasser führt. Zuweilen wird durch das Zusammentreffen von heftigen Regenfällen und Seestürmen der Sandstreifen zerstört, woraufhin der Wildbach ins Meer mündet. Kurz vor Beginn der Dünenfläche liegt ein Feuchtgebiet, das einen unterschiedlichen Lebensraum bildet. Dieser Ort gibt Wildbach und Strand ihren Namen, S'Amarador, in Anlehnung an die Leute aus Santanyí, die hier Flachs und Hanf einweichten, um daraus Stoffe zu machen, sowie Stämme für den Hausbau. Beim Einweichen von Pflanzen und Holz entstand ein charakteristischer Geruch, der dazu führte, dass dieser Ort bei den meisten Menschen nicht sehr beliebt war. Der Wildbach schlängelt sich durch ebenes Gelände aus erdigem Material weiter, das bei Überschwemmungen dort abgelagert wurde. Diese Art von Gelände wird Schwemmlandebene genannt. Dieses Gelände weist in der näheren Umgebung der Lagune eine üppige Vegetation auf. Die stetige Versorgung mit Wasser, das infolge der Meernähe einen variablen Salzgehalt aufweist, ist dort ausschlaggebend für das Überleben von für Feuchtgebiete typischen Pflanzen wie zum Beispiel Schilfrohr (Phragmites australis), Stechende Binse (Juncus acutus), Meerlavendel (Limonium companyonis und eine Strandfliederart Limonium virgatum), die Salzpflanze Sarcocornia fruticosa und die Meeres-Salde (Ruppia maritima), diese im Hinterland der Lagune. Was die Fauna betrifft, so können wir Wasservögel antreffen wie die Stockente (Anas platyrhynchos), die Teichralle (Gallinula chloropus) und das Blässhuhn (Fulica atra), die sich den Lebensraum teilen mit der Vipernatter (Natrix maura), dem Iberischen Wasserfrosch (Rana perezi), der Großkopfmeeräsche (Mugil cephalus), dem Europäischen Aal (Anguilla anguilla) und dem Koboldkärpfling (Gambusia affinis). Letzterer wurde hier ausgewildert, um der Moskitoplage zu begegnen. Auch viele Wirbellose bewohnen diesen Lebensraum (im Naturpark wurden über 40 Weichtiere identifiziert). Selbst wenn wir sie nicht immer beobachten können, müssen wir doch die zahlreichen Zugvögel erwähnen, die in diesen Lagunen auf der Durchreise auf unserem Breitengrad rasten und Nahrung suchen, wie Seidenreiher (Egretta garzetta) und Graureiher (Ardea cinerea), Eisvögel (Alcedo atthis) und manche Greifvögel wie Zwergadler (Hieraaetus pennatus) und Fischadler (Pandion haliaetus) sowie zahlreiche Entenvögel wie der Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis). Wenn wir auf diesem Pfad weitergehen, lassen wir schließlich den Estany de s'Amarador hinter uns und gelangen zu einer ebenen Fläche im Wald neben der Zufahrtsstraße an den Strand Platja de s'Amarador. Um dort hinzukommen, ist es ratsam, auf dem befestigten Weg zu bleiben und nicht durch die Dünen zu gehen, um die Vegetation nicht zu beschädigen.

EVENTS

Dez 16 2017

El cielo de navidad

Centre d’Informació del Parc (devora l’aparcament de Ses Fonts de n’Alis)