PARC NACIONAL MARÍTIMOTERRESTRE DE L’ARXIPÈLAG DE CABRERA

Der Nationalpark der Inselgruppe Cabrera liegt südlich von Mallorca, zwei Seemeilen vom nächstgelegenen mallorquinischen Hafen. Die geschützte Fläche erstreckt sich über 10.021 Hektar. 8.703 davon sind Wasserfläche, während sich der Rest auf die Inseln und Inselchen des Archipels verteilt: Cabrera Gran, Illa des Conills, Na Redona, Illa des Fenoll, Na Plana, Na Pobra, L’Imperial, Na Foradada, L’illot Pla, L’Estell de Fora, L’Estell d’en Terra, L’illa de ses Bledes, L’Esponja, L’illot de na Foradada, L’Estell de s’Esclata-sang, L’illa de ses Rates, L’Estell des Coll, L’illa de l’Olló. Das Gebiet wurde mit dem Gesetz 14/1991 vom 29. April zum Park erklärt. Im Jahr 1993 wurde der Ordnungsplan der natürlichen Ressourcen (Pla d’ordenació de resursos naturals-PORN) verabschiedet und 1995 trat mit dem Königlichen Dekret 277/1995 der erste Leitplan für die Nutzung und Verwaltung (Pla rector d’ús i gestió-PRUG) in Kraft, der 2006 von der Regierung der Balearen überarbeitet und ratifiziert wurde. Schließlich wurde im Jahr 2001 mit dem Königlichen Dekret 941/2001 der Zonenplan zur Regelung der Ausbeutungsaktivitäten verabschiedet, der allgemein als Fischereiplan bekannt ist. Darüber hinaus ist der Archipel Cabrera Bestandteil einer speziellen Vogelschutzzone (Zona d’especial protecció per a les aus–ZEPA) sowie Ort mit Bedeutung für das Gemeinwesen (Lloc d’interès comunitari–LIC), weshalb die Inselgruppe zum EU-Netz Natura 2000 gehört. Im Jahr 2007 wurde Cabrera zur vorrangigen Sonderschutzzone des Mittelmeers erklärt (Zona especialment protegida d’importància per a la Mediterrània–ZEPIM).

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Erlaubte Nutzungen und Aktivitäten: • Beobachtung von Fauna und Flora. • Fotografieren zu Privatzwecken ohne Verlassen der Wege. • Alle Aktivitäten, die nicht die landschaftlichen, natürlichen und kulturellen Werte des Parks beeinträchtigen. Nutzungen und Aktivitäten, für die eine schriftliche Genehmigung erforderlich ist: • Professionelle Film-, Foto-, Videoaufnahmen usw. • Biwak oder Übernachten im Freien. • Tauchen. • Schifffahrt und Ankern. • Massenveranstaltungen. • Jede Art kommerzieller Tätigkeiten, die an einer festen Stelle erfolgen müssen. • Auftreten als Fachführer, Fremdenführer oder Auskunftsperson im Inneren des Parks. Verbotene Nutzungen und Aktivitäten: • Wegwerfen von Abfall und Müll. • Entnahme von geologischem Material aller Art. • Entnahme oder Änderung irgendeines archäologischen Gegenstands. • Entnahme von Material irgendeiner Art, lebend oder inert. • Freilassen von Tieren oder aussäen und einsetzen von Pflanzen. • Feuer entzünden oder rauchen. • Anlegen von Booten oder Schiffen außerhalb der ausdrücklich hierfür zugelassenen Bereiche. • Campen im gesamten Gelände des Naturparks. • Lärmen. • Jagdbezogene Aktivitäten irgendwelcher Art. • An irgendeiner anderen Stelle als den Hafenanlagen von Cabrera an Land gehen. • Fortbewegung außerhalb der Fahrspuren und Wege. • Freitauchen in den Küstengebieten während der Laichzeit der Krebsart Scyllarides latus im Mai und Juni. • Sportfischen.

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Um nach Cabrera zu gelangen, kann man die Ausflugsboote nehmen, die in den Sommermonaten ab Colònia de Sant Jordi und Portopetro verkehren. Um mit dem eigenen Boot zu gehen, vergessen Sie nicht eine Genehmigung der Navigation (oder Verankerung) beantragen,wenn Sie die Nacht verbringen möchten unter folgendem www.caib.es Verankerung: www.caib.es Oficinas del Parque Nacional Marítimo y Terrestre de Cabrera .Gremi Corredors, 10, Polígon Son Rossinyol, 07009 Palma de Mallorca. Tel. 971 177 645 / Fax 971 177 647.


 

Mar Cabrera

Abfahrt ab: Colònia de Sant Jordi (Mallorca) Weitere Informationen: Tel.971 65 64 03, http://www.marcabrera.com

Excursiones a Cabrera

Abfahrt ab: Colònia de Sant Jordi (Mallorca) Weitere Informationen: Tel.971 64 90 34, www.excursionsacabrera.es

MAPA

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Die beiden Natursphären des Nationalparks von Cabrera – Meer und Land – sind für eine große Artenvielfalt verantwortlich. Unter den endemischen Arten des Archipels befinden sich die Raspeta (Rubia angustifolia ssp. caespitosa), etwa zehn Unterarten der balearischen Echse (Podarcis lilfordi), zahlreiche auf dem Land lebende Käfer, Spinnen und Bauchfüßler, sowie einige Krustentiere, die in Höhlen leben (wie das Psammogammarus burri). In den kristallklaren Gewässern, zwischen Felsgründen, Höhlen, Sandböden und den bedrohten Seegrasweiden, besteht eine beträchtliche Artenvielfalt: brauner Zackenbarsch, Meerrabe, quergestreifter Pfeilhecht, Muscheln, Delfine, Kaisergranat, leuchtend rote Seesterne, usw. An Land, in den aus Felsklippen und kleinen Inseln bestehenden Lebensräumen, bilden See-und Raubvögel die herausragendsten Bestandteile des Ökosystems. Im Lauf des Jahres kann man die mediterrane Seemöwe, die Korallenmöwe, den Kormoran, den Turmfalken und den Seeadler sehen, sowie den Balearen-Sturmtaucher, die Sturmschwalbe, den Gelbschnabel-Sturmtaucher und Seefalken. Die „Garriga“ (Gebiet mit niedrigem Strauchwuchs), mit den wilden Ölbäumen und Holundersträuchen, beherrscht einen Großteil der Landfläche. Zwischen Orchideen, Sadebäumen und Pilzen kann man oft Landvögel wie die Balearen-Grasmücke oder die Samtkopf-Grasmücke beobachten. Die fünf Fledermausarten, die wir auf Cabrera antreffen können, sind die einzigen autochthonen Landsäugetiere.

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Die Burg (Ende des 14. Jahrhunderts), die die Einfahrt zum Hafen von Cabrera bewacht, und der Leuchtturm von n’Ensiola (1870 fertiggestellt) sind zwei der wichtigsten Elemente des Kulturerbes des Nationalparks. Daneben sind auch die achäologischen Fundstätten hervorzuheben. In den Gewässern ruhen zahlreiche Wracks aus der klassischen Epoche, und in Hafennähe, in der archäologischen Fundstätte des Pla de ses Figueres, befinden sich die Reste einer Fabrik zum Fischeinsalzen, einer Werkstätte zur Purpur-Herstellung sowie Teile einer Begräbnisstätte, die vermutlich zu einem Kloster der Spätantike gehörte. Darüber hinaus wurden Reste des Lagers der französischen Kriegsgefangenen gefunden (Anfang des 19. Jahrhunderts). Im ethnografischen Museum, das sich in der alten Weinkellerei befindet, lädt die Dauerausstellung „Mensch und Natur auf Cabrera“ zu einer Reise durch die Geschichte, die Ethnografie und die Naturressourcen der Inselgruppe ein.

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Büros des Nationalparks Cabrera Gremi Corredors, 10, Polígon Son Rossinyol, 07009 Palma de Mallorca. Tel. 971 177 645 / Fax 971 177 647. Öffnungszeiten von 8:00 bis 15:00 Uhr Web: http://www.balearsnatura.com http://www.mma.es/parques Informationsbüro im Hafen von Cabrera: Telefon 630 982 363 Öffnungszeiten: Täglich von 8.00 bis 14.00 und von 16.00 bis 20.00 Uhr. Informationszentrum Ses Salines C/ Gabriel Roca, s/n. 07638 Colònia de Sant Jordi Telefon 971 656282. Völkerkundlich-historisches Museum Es Celler Öffnungszeiten: Täglich von 11.30 bis 13.00 und von 16.00 bis 18.00 Uhr. Preis: Der Eintritt ins Museum ist für kinder unter 12 Jahren kostenlos und beträgt für alle Besucher über 12 Jahren 2 Euro. Schutzhütte des Nationalparks Cabrera Diese Unterkunft wurde in einem Gebäude des früheren Militärlagers von Cabrera eingerichtet. Sie bietet 24 Betten in 12 Doppelzimmern, alle jeweils mit eigenem Bad. Im Gebäude stehen ein Mikrowellenherd, ein Kühlschrank und ein Wohnraum zur gemeinsamen Benutzung der Gäste zur Verfügung. Buchungen können per Internet unter cvcabrera.es mindestens drei Monate zuvor und für Aufenthalte von maximal zwei Nächten vorgenommen werden. Im Dezember und Januar ist die Schutzhütte geschlossen. Die Preise pro Nacht betragen 60 € pro Zimmer in der Hochsaison und 50 € in der Nebensaison. Mehrzwecksaal Cas Pagès Geführte und selbstgeführte Touren

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Die Genehmigungen zum Ankern und Tauchen sowie die entsprechenden Stornierungen erfolgen über die Informatikapplikation der CAIB mit folgenden Links (leider steht nur die englische Version der Applikation zur Verfügung). Anchoring reservation in Cabrera: www.caib.es Cancelation ancoring in Cabrera: www.caib.es Reserve diving area in Cabrera: www.caib.es Permit for navigation www.caib.es

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INTERPRETATIONSZENTRUM C/ de Gabriel Roca, s/n. 07638 Colònia de Sant Jordi. Telefonnummer 971 656282. Gleiche Zeitplan für die Saison ( 1. Februar

  • 30. November )
10: 00h
  • 14: 00h (13 : 00h letzten Eintrag )
15: 00
  • 18:00 (letzter Einlass 17.00 Uhr )
--- Konsultieren ttp : //cvcabrera.es/horarios-y-tarifas-temporada-alta-2014/

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  • El far de l’Enciola
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  • Na Picamosques (*)
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  • La Serra des Canal de ses Figueres (*)
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  • El Castell
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  • Ses Sitges (*)
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  • La Miranda (*)
  •    
  • El museu, el jardí i el monument als francesos
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  • Visita arqueològica

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El far de l’Enciola

Dificultad:Mittel/ Niedrig
Distancia:11 km
Duración:5 h
Requisitos:-
Recomendaciones:Bequeme Schuhe
Temática:Wanderroute, Landschaft, Flora und Fauna

Color:   

Die Strecke zum Leuchtturm ist trotz der steilen Hänge, die es zu überwinden gilt, eine sehr angenehme Wanderung. Der erste Anstieg liegt zwischen S’Espalmador und dem Pass Coll Roig, wo die Garigue immer dichter wird. Auf dem Pass befindet sich ein kleines Kiefernwäldchen. Wenn wir den Pass hinter uns gelassen haben, werden wir von einer kargen und unwirtlichen Landschaft überrascht. Beim Leuchtturm angekommen, erwartet uns eine herrliche Aussicht über das Meer und den Süden von Cabrera bis zum Horizont.

Etapas

Vom Hafen gelangen wir auf der Route, die die ganze Bucht umrundet, zum einzigen asphaltierten Weg auf Cabrera. Der Weg ist so deutlich sichtbar, dass wir ihn einfach nicht verpassen können. Nachdem wir Sa Platgeta hinter uns gelassen haben, gehen wir zu S’Espalmador, einer weiteren kleinen Bucht. Allem Anschein nach verdankt diese kleine Bucht ihrem Namen der Praxis, dass hier die Boote ins Trockene gebracht wurden, um den Rumpf von Schnecken und weiteren Meerestieren zu säubern und anschließend abzudichten. Wenn unsere Wanderung am Endes des Frühjahrs stattfindet, können wir uns am Weg am leuchtenden Rot der Baum-Wolfsmilch (Euphorbia dendroides) erfreuen, während Balearen-Eidechsen (Podarcis lilfordi) über den Weg huschen.
Von S’Espalmador aus auf der rechten Seite liegt Brachland, ein ehemaliger Feldstrich. Eine ziemlich gut erhaltene Trockensteinmauer diente dazu, den Ziegen und Schafen den Weg zu versperren. In der heutigen Zeit gibt es auf der Insel keine Vieherden mehr. Wenn wir weiter gehen, beginnt der Anstieg zum Pass durch eine hauptsächlich von Sträuchern bewachsene Landschaft, darunter vor allem Mastix-Strauch (Pistacia lentiscus), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Olivenbaum (Olea europaea) und Schmalbättrige Steinlinde (Phillyrea angustifolia). Auf dem Pass wächst eine kleine Gruppe von Aleppo-Kiefern (Pinus halepensis).
An dieser Stelle befindet sich der ehemalige Stapelplatz für entladene Baumaterialien, Petroleum und Nahrungsmittel für Errichtung und Betrieb des Leuchtturms. Kurz zuvor haben wir die Sa Barrereta genannte Landenge passiert, über die die Halbinsel L’Enciola mit der restlichen Insel verbunden. Hier wächst eine dornige Pflanze, die runde Formen bildet, der Balearen-Tragant (Astragalus balearicus) sowie eine Backenklee-Art (Dorycnium fulgurans) und weitere Arten wie der Kleine Strandflieder (Limonium minutum ssp. caprariense), Rosmarin und Wilder Ölbaum, die von den harten Witterungsbedingungen gezeichnet sind und sich an die extremen Bedingungen an der Küste mit Wind, salzhaltiger Luft, felsigem Boden und sommerlicher Trockenheit angepasst haben. Im Osten sehen wir die Estells, eine Gruppe von fünf Felseninseln (Estell de Fora, Estell des Coll, Estells Xapats und Estell de s’Esclata-sang) sowie einige Riffs, die zwar sehr klein, aber im Vergleich zur ihrer geringen Ausdehnung ziemlich hoch sind. Auf diesen Felseninseln nistet der Eleonorenfalke (Falco eleonorae). Dieser Greifvogel legt eine lange Strecke von rund 8.000 km vom Indischen Ozean aus zurück. Seine Brutzeit ist später als die der meisten anderen Vögel, weil sie sich mit dem Vogelzug der Zugvögel im Herbst überschneidet, die er im Flug fängt, um seine Brut zu ernähren. Auf einer der Estells, auf der Illa de ses Bledes, wächst ebenfalls der holzig aussehende Strauch-Schneckenklee (Medicago citrina). Hier wurde eine endemische Krappenart (Rubia angustifolia ssp. caespitosa) entdeckt, die nur auf Cabrera heimisch ist. Ganz in der Nähe liegt die Illa de ses Rates, die erst seit neuerer Zeit so genannt wird. Auf älteren Karten ist sie als Illa Freda verzeichnet. Ihr Profil erinnert an eine trinkende Schildkröte und sie weist einen Bogen auf, der 20 Meter in die Tiefe reicht. In dieser trockenen und einsamen Gegend liegen der Dolç de l’Enciola mit Süßwasser, wo das Vieh getränkt wurde, sowie der Cocó de sa Sal, wo das angesammelte Salz genutzt wurde. In etwas Entfernung sehen wir die ehemaligen Behausungen der Leuchtturmbauer.
Auf der Landzunge Punta de l’Enciola steht im Südwesten in 102 Metern über dem Meeresspiegel der beeindruckende Leuchtturm. Das Bauvorhaben wurde 1864 von Emili Pou entworfen. Vor Beginn der Bauarbeiten musste ein eineinhalb Kilometer langer Weg zu einer Anlegestelle angelegt werden, damit das erforderliche Baumaterial angeliefert werden konnte. Später wurde dieser Weg um rund 6 km bis zum Hafen von Cabrera verlängert. Obschon die Bauarbeiten im Jahr 1868 abgeschlossen wurden, konnte der Leuchtturm erst am 15. August 1870 in Betrieb genommen werden, weil die Optik erst dann zur Verfügung stand. Derzeit besteht das Leuchtfeuer aus weißem Licht mit einer Taktung von 30 in 30” und einer Reichweite von 32 Meilen. Der Leuchtturm hat einen quadratischen Grundriss von 360 m2 und ist aus Santanyí-Stein gefertigt. Sowohl Gebäudetyp als auch innere Raumaufteilung entsprechen dem Leuchtturm Far de Formentor im Nordwesten von Mallorca, dessen Entwurf ebenfalls vom Ingenieur Emili Pou stammt. Die Wohnräume mussten ausreichend groß sein, um mindestens zwei Familien Platz zu bieten, die über lange Zeiträume hinweg in völliger Isolierung leben sollten. 1958 ermöglichte die Automatisierung der Leuchttürme, dass die Leuchtturmwärter nach Mallorca umziehen konnten.

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Na Picamosques (*)

Dificultad:Mittel/Hoch
Distancia:11 km
Duración:3 h
Requisitos:(* Diese Route geführt wird)
Recomendaciones:Für diese Route melden Sie sich bitte im Infobüro im Hafen von Cabrera, um eine Führung zu beantragen und nach den möglichen Zeiten zu fragen, die je nach Jahreszeit und verfügbaren Wanderführern variieren können
Temática:-

Color:   

Es handelt sich um den Aufstieg zur höchsten Stelle auf der Insel Cabrera (172 m) mit einer herrlichen Sicht auf Hafen, Cap de Llebeig und Leuchtturm Far de l’Enciola. Wir beginnen die Route am Hafen, der obligatorischen Anlegestelle für alle Tourismusschiffe, mit einigen Gebäuden wie dem Infobüro, der Kantine, dem Fischerhaus, der Hafenkommandantur, der Ambulanz und der ehemaligen Militärbäckerei.

Etapas

Die Route beginnt am üblichen Treffpunkt beim Infobüro des Nationalparks. Nach dem ersten Anstieg steht links ein Wegkreuz von beträchtlichen Ausmaßen zu Ehren von Damià Sunyer, Pächter, Bauer, Petroleumlieferant für den Leuchtturm Far de l’Enciola, Kantinenwirt und Telegraphist auf Cabrera ab 1914, sowie seiner Söhne Joan und Gaspar, die am 31. Juli 1936 von der Besatzung eines republikanischen U-Boots in Gefangenschaft genommen und nach Menorca gebracht wurden, wo sie einige Tage später erschossen wurden. Wenn wir dem Weg folgen, kommen wir links am Photovoltaikpark und der Tankstelle sowie rechts an Caló de ses Agulles vorbei. Etwas weiter steht auf einem Hügel über der Bucht die Kapelle zu Ehren von Santa Peronella. Die L’Esglesieta genannte Kapelle wurde mit einem 6.300 m2 großen Grundstück von Sebastià Feliu der Kirche vermacht. Im Jahr 1911 unterbreitete der Vikar der Tochterkirche Cabrera dem Bischof von Mallorca die Notwendigkeit der Errichtung eines Gotteshauses. 1915 schließlich bekamen die Arbeiter der Vil·la Cristina genannten Landwirtschaftskolonie auf Cabrera, sowie die Fischer, Leuchtturmwächter und Militärangehörigen auf der Insel einen Ort für den Gottesdienst. Das Gebäude gehört derzeit zu den Anlagen des Verteidigungsministeriums auf der Insel, weil Land und Kapelle der Kirche und der Familie Feliu am 30. Juni 1916 enteignet wurden. Die Kapelle wird auch Cas Rei oder Sa Vicaria genannt. Kurz hinter der Kapelle stehen die ehemaligen Militärbaracken. Wie bereits erwähnt, ist die militärische Präsenz im 20. Jh. von der Enteignung des Archipels gemäß Königlichem Dekret vom 7. Juli 1916 geprägt, wofür die Familie Feliu mit 362.148 Peseten entschädigt wurde. Die Errichtung der Campament genannten Garnison stammt aus den 1970er Jahren. Derzeit sind in den Baracken die Büros des Nationalparks untergebracht und sie dienen als Unterkunft für die Mitarbeiter des Nationalparks, Wissenschafts-Teams und Militärangehörige. Von den Gebäuden hebt sich eines ab, das keine charakteristisch militärischen Merkmale aufweist. Es handelt sich um das ehemalige Haus der Familie Humbert, den Besitzern von Cabrera vor der Familie Feliu. Wir setzen unseren Ausflug in Richtung Sa Platgeta fort und kommen an Cas Pagès sowie der Mole Mollet de sa Madona vorbei, die vor 1860 errichtet wurden. Natürlich weiß man, dass auf Cabrera Fischfang betrieben wurde, es wurden jedoch auch andere Tätigkeiten wie Land- und Forstwirtschaft sowie Viehzucht ausgeführt, die interessante Spuren hinterlassen haben. Cas Pagès wurde von den Pächtern der Ländereien mit ihren Familien bewohnt, sowie von den Knechten, die sich um den unbewässerten Anbau und die Tiere (Schweine, Schafe und Ziegen) kümmerten. Im Zentrum stehen ein mallorquinisches Bauernhaus mit Satteldach sowie Dreschplatz, Scheune, von Vieh angetriebene Mehlmühle, Schweinestall und eine kleine Anlegestelle. In den vergangenen vierzig Jahren wurde das Anwesen von Joan Vidal (Hausname Es Pagès), seiner Frau Maria und seiner Familie bewohnt, die 1968 nach Cabrera kamen. Die Gegend von Sa Platgeta weist drei besonders interessante archäologische Stellen auf: Die Überreste des Gefangenenlagers für die französischen Soldaten auf der Insel, die Begräbnisstätte der byzantinischen Mönche und die vermutlich aus der Römerzeit stammenden Pökelbecken. Ganz in der Nähe befinden sich ein Zisternenhals und Becken, die als Viehtränken dienten. Hier wurde das vom Canal de ses Figueres kommende Wasser gesammelt. Wasser drang auch durch die Filtration von Meerwasser durch die Brunnenwände aus Marès-Stein ein. Wenn wir das Landesinnere von Sa Platgeta und S’Espalmador betrachten, bemerken wir den fehlenden Bewuchs bzw. nur vereinzelte Vegetation sowie Überreste von Wänden, Mauern und Einfriedungen, die das Eindringen des Viehs in den hier betriebenen unbewässerten Landbau verhindert sollten.
Nach Verlassen des Wegs Camí del Far de l’Enciola beginnt der Aufstieg. Als erstes erregt ein Kalkofen unsere Aufmerksamkeit, der befestigt worden ist. Nach kurzer Zeit eröffnet sich uns die Sicht auf einen weiteren Kalkofen, dem Namenspaten von Caló des Forn. Diese beiden Kalköfen sowie die zahlreichen Rotlos de Sitja genannten Kohlenmeiler sind Zeugen den ehemaligen Nutzung von Wald und Garigue für die Herstellung von Kalk und Holzkohle. Der Standort solcher Einrichtungen unterlag immer zwei Bedingungen: Die Rohstoffe (Holz und Kalkstein) mussten sich in der Nähe befinden und sie mussten einfach erreichbar sein, um die Erzeugnisse (Holzkohle und Kalk) problemlos transportieren zu können. Der zweite der beiden Öfen steht in der Nähe der Küste. Somit konnten Schiffe einfach beladen werden, um Kalk und Holzkohle nach Mallorca zum Verkauf zu transportieren. Im Laufe des Aufstiegs verändert sich nach und nach die Landschaft. Von einer Garigue mit Sträuchern, darunter hauptsächlich Mastix-Sträucher (Pistacea lentiscus), Olivenbäume (Olea europaea) und Phönizischer Wacholder (Juniperus phoenicea), kommen wir zu einer Vegetation, die weiter verstreut wächst und sich den unwirtlichen Bedingungen von Wind, Sonne, geringen Niederschlagsmengen und kargem Boden angepasst hat. Hier finden sich vor allem Rosmarin (Rosmarinus officinalis) und Balearen-Johanniskraut (Hypericum balearicum), die das letzte Teilstück unserer Route etwas öde wirken lassen. Der letzte Abschnitt des Wegs führt durch ein felsiges Gelände, das im Volksmund als «dent de ca» (Karstformation oder Schratte) bezeichnet wird. Der Gipfel mit dem trigonometrischen Punkt bietet eine herrliche Aussicht. Hier wächst vereinzelt Balearen-Buchsbaum (Buxus balearica). Der Rückweg erfolgt auf derselben Route wie der Hinweg.

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La Serra des Canal de ses Figueres (*)

Dificultad:Mittel
Distancia:8,5 Km
Duración:2,5 h
Requisitos:Gehen Sie sich zum Hafensbüro für anfrage Information über Öffnungszeiten und Führungsservice. Während des Jahres gibt es Änderungen. (* Diese Route geführt wird)
Recomendaciones:Für diese Route melden Sie sich bitte im Infobüro im Hafen von Cabrera, um eine Führung zu beantragen und nach den möglichen Zeiten zu fragen, die je nach Jahreszeit und verfügbaren Wanderführern variieren können

Color:   

Es handelt sich um eine Rundwanderung durch eine Landschaft in beträchtlicher Höhe, von wo aus sich uns eine herrliche Sicht auf den Süden und Osten der Insel bietet, darunter die Hauptbucht, der Leuchtturm Far de l’Enciola, die Inseln Estells, der Codolar de l’Imperial sowie La Miranda bzw. Bellamirada. Mit dieser Route bekommen wir auch ein Gefühl für die Ausdehnung der Insel, weil wir stets die beiden Teile des Wegs sehen können.

Etapas

Zu dem mit dem Wanderführer vereinbarten Zeitpunkt beginnen wir die Wanderung am Hafen, gehen um ihn herum zu Sa Platgeta und dann in Richtung Es Celler ins Landesinnere. Auf dem Weg sehen wir den Photovoltaikpark, Sa Vicaria, die Campament genannte Garnison, Cas Pagès, die Feldstriche Sa Platgeta und den Weinkeller Es Celler.
Wir haben nun die Feldstriche Sa Platgeta hinter uns gelassen und schlagen den Weg auf der rechten Seite ein, der uns in die Talsenke Canal de ses Figueres führt. Diese kleine Senke liegt zwischen den Gipfeln von Penyal Blanc und Serra de ses Figueres. Anfangs kommen wir an ehemals landwirtschaftlich genutztem Gelände vorbei, das heutzutage jedoch nicht mehr bewirtschaftet wird. Am Eingang zum Tal steht eine Gruppe von Echten Feigenbäumen (Ficus carica), die der Gegend wahrscheinlich ihren Namen gegeben haben. Weiter geht es durch die typische Vegetation der Garigue bis zu einem Kiefernwald mit zahlreichen Sträuchern wie zum Beispiel Vielblütiger Heide (Erica multiflora), Mastix-Strauch (Pistacia lentiscus) und Schmalblättriger Steinlinde (Phillyrea angustifolia). Je nach Jahreszeit können wir auch verschiedene Arten von Pilzen entdecken. Das einzige ethnographische Element auf diesem Streckenabschnitt ist ein Brunnen, aus dem das Vieh getränkt wurde. Im Winter füllt er sich dank Filtrationen mit Wasser.
Einmal oben angelangt, muss unbedingt eine Rast eingelegt werden, nicht nur wegen des zurückgelegten Aufstiegs, sondern auch, um die herrliche Aussicht zu genießen. Das ist jedoch nur ein kleiner Vorgeschmack, denn auf dem ganzen Weg, der noch vor uns liegt, bietet sich uns die Sicht auf den Hafen auf der linken Seite und auf das Meer und die Steilwände rechts. Nach der Rast gehen wir weiter bis zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Leuchtturm Far de l’Enciola, der sich vom Meer abhebt, und auf die Estells, eine Gruppe von fünf kleinen Inseln im Süden des Nationalparks, wo Zitronengelber Strauch-Schneckenklee (Medicago citrina) wächst und der Eleonorenfalke (Falco eleonorae) von Mai bis zum Herbstende nistet. Dieser Greifvogel zieht die Brut im Gegensatz zu den meisten Vögeln im Spätsommer auf, wenn die unzähligen Zugvögel aus dem Norden Europas kommen und als Nahrung für die Jungtiere dienen, bis diese flügge werden und selbst ihre Reise antreten. Den ganzen Weg entlang sehen wir jetzt linkerhand den Hafen. Zudem bietet sich uns auf der gleichen Seite Sicht auf Ses Quatre Quarterades, ein ehemaliges Weinbaugebiet, das jahrelang von der Familie Feliu bewirtschaftet wurde. Direkt daneben befindet sich Cas Garriguer. Auf der anderen Seite sehen wir den Canal de s’Aigua, den Wildbach der Insel, der im Winter bei starken Regenfällen Wasser führt. Ein Großteil dieser Serra ist von niedriger, dichter Garigue bedeckt. Hier wachsen hauptsächlich Vielblütige Heide (Erica multiflora), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Strauchige Kugelblume (Globularia alypum) und Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis). Je nach Jahreszeit sind auch zahlreiche Arten zu sehen, die mit ihren bunten Blüten den Weg säumen, darunter lila blühender Gamander (Teucrium polium), gelb blühende Strauchnarzisse (Narcissus tazetta) und weiß blühende Weiße Meerzwiebel (Urginea maritima). Eine besonders kuriose Pflanze blüht am Weg, wenn wir die Wanderung im Frühjahr unternehmen. Die Rede ist vom Riesenfenchel (Ferula communis), der mit seinen gelben Blüten bis zu zwei Meter hoch werden kann. Den Weg entlang treffen wir auch auf Spuren von Tieren. Am häufigsten zu sehen sind die Erdlöcher, die Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) gegraben haben, und ihre Exkremente. Mit etwas Glück findet man auch die Feder einer Grasmücke (Sylvia sp.), eines Wiedehopfs (Upupa epops) oder einer Ringeltaube (Columba palumbus). Nach Regenfällen im Winter lassen sich manchmal auch an den sich auf dem Weg bildenden Pfützen der eine oder andere Abdruck entdecken.
An dieser Stelle steht einer der aufsehenerregendsten Küstenfelsen des Nationalparks. Von hier aus ist im SO ein Teil der Felseninsel Illot del Imperial zu sehen und im SW die Felseninsel Illot de ses Bledes, die ihren Namen einer wilden Mangoldart (bleda) verdankt. Hier wächst auch Zitronengelber Strauch-Schneckenklee (Medicago citrina), eine seltene, holzige Kleeart, die nur auf den Columbretes-Inseln und einigen Felseninseln von Cabrera verbreitet ist. Im Norden sehen wir die Bucht Badia de l’Olla, einen Teil der Halbinsel Cap Ventós und die nördlichen Felseninseln. Wegen des starken Winds in dieser Gegend weisen die Olivenbäume (Olea europaea) und andere Pflanzen vom Wind beeinflusste Formen mit schmalen, dicht aneinander gedrängten Blättern auf. Erst auf den zweiten Blick kann man das verlassene Nest eines Fischadlers (Pandion haliaetus) erkennen, das von ansehnlicher Größe und aus Ästen gefertigt ist.
Wir gehen nun auf dem letzten Abschnitt der Serra und gelangen zur Wegkreuzung Creuer de na Bellamirada. Von diesem letzten Stück der Route aus bietet sich uns eine Panoramasicht auf Na Picamosques, die höchste Stelle der Insel, sowie die Kiefernwälder des Cap Ventós, Es Burrí, das Meeresreservat Cala Santa Maria und die Aussichtswarte La Miranda. Wir schlagen den Weg abwärts auf der linken Seite ein. Anfangs ist er ziemlich steil. Je weiter wir nach unten kommen, können wir sozusagen aus der Vogelperspektive den botanischen Garten, den Weinkeller, den Kalkofen von Can Feliu und natürlich die Hafenbucht betrachten. Unten angekommen führt der Weg an dem Anwesen Cases i Hort de sa Font bzw. Can Feliu vorbei. Jetzt bleibt nur noch der Rückweg zum Hafen auf derselben Strecke, auf der wir den Hinweg begonnen haben.
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El Castell

Dificultad:Niedrig
Distancia:1,5 Km
Duración:1 h
Requisitos:-
Recomendaciones:Diese ist die häufigst besuchte Reiseroute.Vom Gipfel aus,an einem klaren Tag, kann man die Bergketten von Tramuntana und Artà auf der Nachbarinsel Mallorca besichtigen

Color:   

Diese kurze Strecke mit einem steilen Anstieg wird von den Besuchern auf Cabrera am häufigsten gewählt. Von der Burg kann man an Tagen mit guter Fernsicht die ganze Serra de Tramuntana von Sa Dragonera bis zum Puig Tomir und die Berge von Artà erkennen. Von der Hauptmole aus schlagen wir den Weg in Richtung Sa Platgeta ein. Nach rund 50 Metern biegen wir nach links in einen breiten Weg ein, der uns direkt zur Burg führt.

Etapas

Die erste Sehenswürdigkeit sehen wir rechts vom Weg. Es handelt sich um die Höhle Cova des Teatre bzw. Cova de sa Cantina mit 22 m Länge und 13 m Breite. Der flache Boden steigt nach und nach in Stufen an und erinnert an ein Amphitheater. In der Höhle gibt es keine Spuren von Wasservorkommen. Die französischen Gefangenen nutzten die Höhle für Theateraufführungen, um ihre Gefangenschaft etwas erträglicher zu gestalten. Die Verschlussmauer der Höhle wurde zu der Zeit errichtet, als auf der Insel Vieh (Ziegen und Schafe) gehalten wurde. Die Höhle diente als Ruheort für die Tiere und der Mist am Boden wurde zur Düngung der Anbauflächen auf der Insel verwendet. Bitte verlassen Sie die Wege nicht. Die Höhlen gehören zum Reservat mit beschränktem Zugang und dürfen nicht betreten werden. Beim Aufstieg können wir die lichte Garigue betrachten, in der Baum-Wolfsmilch (Euphorbia dendroides) und eine Meerträubel-Art (Ephedra fragilis) wachsen. Unterhalb der Burg stehen einige der endemischen Arten der Balearen wie das Balearen-Johanniskraut (Hypericum balearicum) und der Balearen-Kreuzdorn (Rhamnus ludovici-salvatoris). Auch Balearen-Eidechsen (Podarcis lilfordi) der endemischen Art des Nationalparks lassen sich beobachten. Die Wissenschaftler haben bis zu zehn verschiedene Unterarten davon auf den verschiedenen Felseninseln des Archipels katalogisiert. Auch Meeresvögel wie die Mittelmeermöwe (Larus michaellis) oder die Korallenmöwe (Larus audouinii) können beobachtet werden.
Bevor wir die Burg erreichen, gelangen wir zu einer Stelle, auf der der quadratisch eingefriedete Friedhof liegt. Der Zugang ist nur durch eine Gittertür mit einem kleinen Kreuz darüber möglich. Dieser Friedhof war jedoch nicht für die französischen Gefangenen gedacht, die in zwei Massengräbern in der Nähe von Es Celler bestattet wurden. Hier wurde hingegen Johannes Böckler begraben, der Angehörige der Luftwaffe, der bei einem Absturz seines Flugzeugs in der Nähe des Leuchtturms Far de l’Enciola sein Leben verlor, als er im 2. Weltkrieg auf einer Mission zur Bombardierung einer Flotte der Alliierten am 1. April 1944 von Marseille nach Ténès (an der algerischen Küste) flog. 1982 wurden seine sterblichen Überreste vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der dafür sorgt, dass die bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommenen deutschen Soldaten auf einem einzigen Friedhof im jeweiligen Land ihre letzte Ruhe finden, auf den Friedhof von Yuste verlegt. Johannes Böckler ist in Grab 142, Reihe 7, bestattet. Um dieses traurige Ereignis rankt sich die Sage des deutschen Fliegers. Vor der Bestattung des Piloten lagen dort bereits ein Fischer aus Santanyí namens Lluent und ein Kind begraben. Im April 2003 wurde dort auch die Asche von Francisca Sunyer, der Tochter des ehemaligen Pächters der Insel, Damià Sunyer, bestattet. Im Jahr darauf wurde auch die Asche von Sebastià Feliu und Maria Lluïsa Truyols, den letzten Herren von Cabrera, hierher gebracht. Der Zutritt zum Friedhof ist nicht gestattet.
Jetzt beginnt der Aufstieg zur Burg, die 72 m über dem Meeresspiegel steht. Es handelt sich, natürlich mit Ausnahme der archäologischen Überreste, um das älteste Bauwerk auf der Insel. Am Ende des 14. Jh. wurde eine Festung, wahrscheinlich ein Wehrturm, errichtet. In einem Dokument aus dem Jahr 1410 wird eine solche Festung bereits erwähnt. Von jenem Zeitpunkt an gibt es Hinweise auf die Verteidigung der Insel gegen Piraten und Freibeuter. Wachposten waren dafür zuständig, von diesem Turm aus mit Feuer den nächstgelegenen Turm auf Mallorca, den Turm von Sa Ràpita, vor einem möglichen Angriff der Küste von Mallorca zu warnen. Im Jahr 1423 wurde ein Abkommen zwischen dem Probst von Tarragona, der Universität und dem Königreich Mallorca geschlossen, um zur Verteidigung der Insel eine ständige Garnison einzurichten. Im 16. Jh. kam es zu zahlreichen Piratenangriffen: 1502, 1509, 1511, 1531, geleitet von Barbarossa, 1537, 1550, angeführt von Dragut, sowie 1583. Die erlittenen Schäden machten verschiedene Reparatur- und Wiederaufbauarbeiten erforderlich. 1716 erlangte die Burg die Unabhängigkeit von der Universität und wurde zum Sitz von regulären Truppen der Armee. Der Burgvogt wurde durch einen vom König ernannten Gouverneur ersetzt. Von 1809 bis 1814 wurde Cabrera zum Gefangenenlager für Soldaten Napoleons. Die Burg diente als Lazarett und Residenz des Militärgeistlichen Damià Estelrich. Aus dieser Zeit stammt eine der Inschriften auf den Mauern der Burg: «Fleury Grapain prisonnier en 1809 et 1810». Die Burg diente zudem als Quarantänestation bei Epidemien. 1949 wurde sie mit dem Dekret vom 22. April über den Schutz der spanischen Burgen zum Kulturgut erklärt. Die letzte Sanierung wurde im Jahr 1982 vorgenommen. Vom Burgturm aus ist die kleine Insel Illot de sa Conillera zu sehen, sowie die Hafeneinfahrt mit Punta de sa Creueta und Cap de Llebeig, Caló des Forn, S’Espalmador, Sa Platgeta, das Museum, Cas Pagès, die Kapelle und die Pavillons, im Jahr 1830 errichtete Gebäude, die im 1878 die Militärkommandantur, den Sitz des Arztes und des Militärgeistlichen beherbergten, weil sich die Burg in einem sehr schlechten Zustand befand. Um 1840, als die Besitzerin der Insel Francisca Font i Roig war, wurden die Gebäude als Unterkunft für Sträflinge genutzt, die vom Burgvogt von Cabrera wegen Mangels an Soldaten angefordert worden waren. Verschiedene Dokumente belegen Fluchtversuche, wie zum Beispiel eines aus dem Jahr 1582, das beschreibt, wie eine Gruppe von Sträflingen mit dem Verbindungsboot zwischen der Insel und Mallorca flohen. Weiterhin dienten sie als Unterkunft für die Zoll- und Grenzwache, um den Schmuggel zu überwachen. Später beherbergte das kleine Haus daneben die beiden Angehörigen der Guardia Civil auf der Insel sowie eine Gruppe der Landstreitkräfte. Nach einer Erneuerung der gesamten Anlage dienen die Räumlichkeiten als Kaserne für die Guardia Civil und dem Seedienst dieser militärisch organisierten Polizei, die auf die Insel versetzt sind.

PARC NACIONAL MARÍTIMOTERRESTRE DE L’ARXIPÈLAG DE CABRERA

Ses Sitges (*)

Dificultad:Mittel/ Hoch
Distancia:9 Km
Duración:3 h
Requisitos:Gehen Sie sich zum Hafensbüro für anfrage Information über Öffnungszeiten und Führungsservice. Während des Jahres gibt es Änderungen. (* Diese Route geführt wird)
Recomendaciones:Für diese Route melden Sie sich bitte im Infobüro im Hafen von Cabrera, um eine Führung zu beantragen und nach den möglichen Zeiten zu fragen, die je nach Jahreszeit und verfügbaren Wanderführern variieren können

Color:   

Diese Route führt uns durch die am seltensten besuchten Gegenden von Cabrera. Es handelt sich um eine Rundwanderung, die am Hafen beginnt, die Bucht Badia de Santa Maria, eines der wichtigsten Meeresreservate des Nationalparks, umrundet und dann durch ein Waldgebiet führt, wo die verschiedenen traditionellen Bewirtschaftungsarten auf der Insel im Lauf der Zeit erkundet werden können. Ständige Begleiter sind die Stille und die herrliche Landschaft.

Etapas

Die Route beginnt am Hafen Port de Cabrera. Wir gelangen zu einem kleinen Pass, von dem sich uns eine herrliche Panoramasicht über die Hafenbucht mit Booten bietet, die an Bojen befestigt werden, damit das Neptungras (Posidonia oceanica) keinen Schaden erleidet. Dieses Seegras ist einer der Schätze des Meers bei Cabrera. Es bildet Blüten, Früchte, Stängel und Blätter aus und trägt mit seinen Lebenszyklen zur Bildung von Stränden bei, bietet Nahrung für zahlreiche Fischarten, festigt den Meeresboden und sorgt für Sauerstoffzufuhr auf den Böden des Mittelmeers. Wir folgen einem Pfad, der uns in einen schattigen Kiefernwald mit Phönizischem Wacholder (Juniperus phoenicea), kleinen Olivenbäumen (Olea europea) und verschiedenen Zistrosenarten (Cistus sp.) führt. Auf der linken Seite liegt eine kleine Bucht, Cala en Ganduf, mit einem ehemaligen Telegraphenhäuschen, das über ein Unterseekabel mit einem Telegraphenhäuschen an der Südküste von Mallorca verbunden war. Wir gehen weiter durch Garigue mit einer endemischen Pflanzenart, dem Balearen-Alpenveilchen (Cyclamen balearicum). Je nach Jahreszeit sind auch die zahlreichen Blätter der Weißen Meerzwiebel (Urginea maritima) zu sehen, während uns in der Luft Turteltauben (Streptopelia turtur) und kleinere Vögel wie die Samtkopf-Grasmücke (Sylvia melanocephala) begleiten.
Wir folgen dem Weg und erreichen Caló des Forn, wo sich einer der Kalköfen von Cabrera befindet. Es handelt sich um eine runde Konstruktion, die jedoch fast vollständig von Pflanzen bewuchert ist. Kalköfen wurden üblicherweise an Hängen errichtet, um herabgestürzte Steine für die Baustruktur nutzen zu können. In diesen Öfen wurde aus Kalkstein mit Hilfe von Feuerhitze Ätzkalk erzeugt, der unterschiedliche Verwendung fand, zum Beispiel zum Tünchen oder Desinfizieren. Auf diesem Weg können zahlreiche Exemplare von Baum-Wolfsmilch (Euphorbia dendroides) betrachtet werden. Etwas weiter vorne kommen wir durch ehemalige Marès-Steinbrüche mit interessanten Behausungen der Marès-Steinbrecher, die direkt in den Fels gehauen wurden. Marès ist ein besonders poröser Kalkstein, auch Kalkarenit genannt, der auf den Balearischen Inseln traditionell als Baumaterial verwendet wurde. Auf diesem Streckenabschnitt sehen wir an den Felsen Pflanzen mit gelben Blüten und klebrigen Blättern, eine Art von Hauhechel (Ononis crispa), die nur auf Cabrera und auf Menorca vorkommt. In der Luft lassen sich einige Seevögel, darunter Korallenmöwe (Larus audouinii) und Fischadler (Pandion haliaetus), beobachten, die Cabrera als Brutplatz gewählt haben. Wir setzen unsere Wanderung auf dem Küstenweg fort und erreichen Caló des Palangrers, einen der wenigen Stapelplätze auf der Insel Cabrera. Sicherlich wurde er von den Fischern als Rastplatz oder als Zufluchtsort für ihr Boot bei schlechtem Wetter genutzt. Vor Jahren lebte im Wasser um Cabrera ein wunderbarer Meeressäuger, die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus). Es gibt zahlreiche Belege für sein Vorkommen am Archipel und deshalb erinnert noch mancher Name für eine Höhle in dieser Bucht an dieses Tier, das inzwischen nicht mehr auf den Balearen heimisch ist. In letzter Zeit hat es jedoch einige erstaunliche Beobachtungen in balearischen Gewässern gegeben.
Im Kiefernwald befinden sich einige ehemalige, heute von Flechten überzogene Kohlenmeiler. In diesen Rotlos de Sitja genannten Meilern wurde Holzkohle hergestellt, eine Tätigkeit, die zu Waldschwund führte. Ab den 1950er Jahren, als die Landwirtschaft aufgegeben wurde, hat sich der Wald wieder nach und nach auf der ganzen Insel ausgebreitet. Ganz in der Nähe steht ein weiterer Kalkofen, der größte auf Cabrera, der in den letzten Jahren restauriert wurde. Auf dem Weg durch den Wald können wir Wiedehopfe (Upupa epops) und Ringeltauben (Columba palumbus) beobachten. Neben Aleppo-Kiefern (Pinus halepensis) wächst hier auch Vielblütige Heide (Erica multiflora) mit rosa Blüten sowie verborgen in Garigue und Wald der Westliche Erdbeerbaum (Arbutus unedo). Die Wanderung endet mit dem Abstieg nach Can Feliu, einem von den einstigen Besitzern, der Familie Feliu, am Ende des 19. Jh. errichteten Gebäude, als die Landwirtschaftskolonie Vil·la Cristina gegründet wurde. Derzeit dient das Gebäude als Lager für den Nationalpark.

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La Miranda (*)

Dificultad:Mittel
Distancia:6 Km
Duración:2 h
Requisitos:Gehen Sie sich zum Hafensbüro für anfrage Information über Öffnungszeiten und Führungsservice. Während des Jahres gibt es Änderung. (* Diese Route geführt wird)
Recomendaciones:Für diese Route melden Sie sich bitte im Infobüro im Hafen von Cabrera, um eine Führung zu beantragen und nach den möglichen Zeiten zu fragen, die je nach Jahreszeit und verfügbaren Wanderführern variieren können

Color:   

Der Aufstieg zum La Miranda bzw. Na Bellamirada ist einer der klassischen Ausflüge auf Cabrera. Nach dem steilen Anstieg und an dem Anwesen Cases de sa Font bzw. Can Feliu vorbei, erreichen wir eine der besten Aussichtswarten der Insel. Der Name ist auf die herrliche Sicht über den Hafen sowie den Norden und Osten von Cabrera zurückzuführen. Die Route beginnt im Hafen Port de Cabrera. Bei Sa Platgeta angekommen schlagen wir den Weg ein, der ins Landesinnere der Insel führt.

Etapas

Der erste Abschnitt der Route führt durch den Teil der Insel, der am meisten von Menschenhand geprägt ist. Hier kommen wir nacheinander an den folgenden Gebäuden vorbei: Die Hafengebäude, die ehemalige Kapelle (Cas Rei) zu Ehren von Santa Peronella, der letzten Herrin von Cabrera, die Baracken der ehemaligen, Campament genannten Garnison, die saniert wurden und derzeit von den Mitarbeitern des Naturparks genutzt werden, Cas Pagès, Es Celler, wo das Museum untergebracht ist, sowie Cases de sa Font bzw. Can Feliu. Zudem sehen wir Anlagen für den Nationalpark wie den Photovoltaikpark und die Tankstelle. Auf diesem ersten Teil der Route können wir an sonnigen Tagen Balearen-Eidechsen (Podarcis lilfordi) beobachten, eine endemische Art der Balearen, die für den Cabrera-Archipel besonders typisch ist. Sehen lassen sich ebenfalls Stieglitz (Carduelis carduelis) und Turmfalke (Falco tinnunculus). Im Winter gibt es viele Rotkehlchen (Erithacus rubecula) und in der Abenddämmerung kann man den Trielen (Burhinus oedicnemus) lauschen. Zuweilen lässt sich auch eine Grasmücke (Sylvia spp.) sehen, ein Insektenfresser, der sich in der Garigue verbirgt. Auf dem Weg in das Tal kommen wir an dem ehemaligen Feldstrich Sa Platgeta mit einem Wäldchen von Phönizischem Wacholder vorbei. In dieser Gegend wurde bis zur zweiten Hälfte des 20. Jh. Landwirtschaft betrieben. Am Ende des 19. Jh. verwirklichte die Familie Feliu, die letzten Besitzer des Archipels, das Vorhaben der landwirtschaftlichen Kolonie Vil•la Cristina. Man widmete sich dem Weinbau und im Weinkeller wurde Wein gekeltert, als dies in Frankreich wegen einer Reblausplage nicht möglich war. Derzeit breiten sich wegen der Aufgabe der traditionellen Landnutzung Aleppo-Kiefern (Pinus halepensis) und Garigue rasch aus. Im Allgemeinen können wir von jüngeren Pflanzen sprechen, obschon die Bäume inzwischen den Blick auf das Franzosen-Denkmal von der Hafeneinfahrt aus versperren, was früher sehr wohl möglich war, wie alte Fotos belegen.
Gleich am Beginn des Anstiegs liegt das Anwesen Can Feliu, aufgrund eines Wasservorkommens auch Cases de sa Font genannt. Es handelt sich um einen Stollenbrunnen, der der Hauptversorgung der Insel dient. Das Gebäude steht an einem besonders günstigen Ort der Insel. Auf der einen Seite ist es gut vor den starken Winden und Stürmen vom Meer her geschützt, andererseits jedoch befindet es sich ganz in der Nähe der wichtigsten Wasserquelle. Das Innere hat nichts mehr mit der ehemaligen Behausung zu tun. Die Zwischenwände wurden entfernt und das Gebäude wird heute als Werkstatt und Lager genutzt.
Oberhalb des Brunnen steht auf der linken Seite eine gedrungene Konstruktion in einer mit Trockenmauerwerk ausgekleideten Vertiefung. Es handelt sich um einen der Kalköfen auf Cabrera, wo Kalk aus dem auf dem Archipel häufig vorkommenden Kalkstein hergestellt wurde. Der Kalk wurde dann zum Verkauf nach Mallorca gebracht. In den letzten Jahren wurde die Konstruktion mit Unterstützung eines Marger genannten Trockensteinmauermeisters und einer Gruppe Freiwilliger restauriert.
Ein großer Teil des Hangs, den wir hinaufgehen, besteht aus jungem dichtem Wacholderwald. Der Phönizische Wacholder (Juniperus phoenicea) wächst an vielen Stellen von Cabrera. Dazu gesellen sich zahlreiche Buscharten wie der Mastix-Strauch (Pistacia lentiscus), der Olivenbaum (Olea europaea), die Baum-Wolfsmilch (Euphorbia dendroides), der Zedern-Wacholder (Juniperus oxycedrus) und weitere. Bei unserem Aufstieg sowie vom Gipfel von La Miranda aus lassen sich manchmal Greifvögel beobachten: Wanderfalken (Falco peregrinus) und Fischadler (Pandion haliaetus, nisten auf Cabrera, Zwergadler (Hieraetus pennatus), Rohrweihen (Circus aeruginosus) und weitere sind nur im Winter oder auf der Durchreise zu sehen. Auch Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) können über den Weg hoppeln und sich aber gleich wieder im Gebüsch verbergen.
Von dieser Stelle aus bietet sich uns eine herrliche Panoramasicht auf den Hafen und einen Großteil von Cabrera mit zum Beispiel der Insel Illa des Fonoll an der Bucht l’Olla oder der Höhle Cova Blava an der Bucht Santa Maria. Die Sicht reicht über die Insel Illa dels Conills bis nach Mallorca, wo wir neben der Südküste auch einige Erhebungen wie die Serres de Llevant und die Serra de Tramuntana ausmachen können. Die den Gipfel bildenden Felsen sind wie die meisten Gipfel auf Cabrera aus kalkhaltigem Gestein, das sich vor Urzeiten auf dem Boden eines flachen und ruhigen Meers gebildet hat. Durch die tektonische Verschiebung wurde das Gestein über den Meeresspiegel angehoben, was zum heutigen Aussehen geführt hat. Nachdem wir unser Ziel auf dem Gipfel von La Miranda erreicht haben, können wir den Rückweg auf derselben Strecke antreten und müssen dabei Vorsicht walten lassen, um auf den Steinchen nicht auszurutschen. Nach Rücksprache mit dem Wanderführer ist der Rückweg auch auf einer anderen Route möglich, um eine Rundwanderung zu machen.

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El museu, el jardí i el monument als francesos

Dificultad:Niedrig
Distancia:3 Km
Duración:1,5 h
Requisitos:-
Recomendaciones:Vor Beginn dieser Route sollten Sie im Infobüro im Hafen nach den Öffnungszeiten des Museums fragen, die je nach Jahreszeit unterschiedlich sind

Color:   

Es handelt sich um einen Gang durch die Vergangenheit und traditionelle Lebensweisen, die zuweilen bis weit ins 20. Jh. hinein aufrecht erhalten wurden. Wir kommen an verlassenen Feldstrichen vorbei, am Denkmal zu Ehren der französischen Gefangenen, dem botanischen Garten, dem ehemaligen Weinkeller Es Celler, in dem heute das ethnographische Museum untergebracht ist, sowie dem Anwesen Can Feliu. Vom Hafen kommend schlagen wir den Weg um die Hauptbucht herum nach Sa Platgeta ein. Dort folgen wir dem breiten Weg links, der ins Landesinnere bis zum Gebäude von Es Celler führt.

Etapas

Von Sa Platgeta aus kommen wir durch eine Gegend ohne Garigue. Es handelt sich um die ehemaligen Anbaugebiete für unbewässerten Landbau, der bis in die 1960er Jahre betrieben wurde. Derzeit weist die Landschaft wegen der Aufgabe der Landwirtschaft Bewuchs von krautigen Pflanzen und ein Wäldchen aus Phönizischem Wacholder (Juniperus phoenicea) mitten im Tal auf. Hier sind zahlreiche kleine Vögel auf der Suche nach Nahrung. Während des Vogelzugs sind hier die Netze der Ornithologen für die Vogelberingung zu sehen. Das ganze Jahr hindurch halten sich hier Stieglitz (Carduelis carduelis), Bluthänfling (Carduelis cannabina) und Grünfink (Carduelis chloris) auf. Andere Arten wie Singdrossel (Turdus philomelos), Rotkehlchen (Erithacus rubecula) und Rotschwanz (Phoenicurus sp.) sind nur im Winter zu beobachten.
Wir gehen weiter an den ehemaligen Feldstrichen vorbei ins Landesinnere des Tals, bis wir zu einem Pfad auf der rechten Seite gelangen, der in einen Kiefernwald und nach einem kurzen Anstieg zum Denkmal für die französischen Gefangenen führt. Im Kiefernwald wurde im Jahr 1847 vom Prince de Joinville ein Obelisk errichtet, der an die tragische Gefangenschaft von französischen Soldaten in den Jahren 1809 bis 1814 infolge des Spanischen Unabhängigkeitskriegs erinnern soll. Nach der Niederlage bei der Schlacht von Bailén und einer vorübergehenden Gefangenschaft auf den Pontons in Cadiz wurden rund 5.000 napoleonische Soldaten auf die Insel Cabrera gebracht. Es wird angenommen, dass zeitweise über 9.000 Soldaten und Offiziere des Heers Napoleons auf Cabrera waren. Während der fünfjährigen Gefangenschaft auf der Insel lebten sie unter ärmlichen Bedingungen in Höhlen und Baracken. Sie mussten eine gewisse Organisation für Barackenbau, Wasserversorgung und Nahrungsverteilung einführen, da die Nahrungsmittel sehr unregelmäßig auf Schiffen herbeigeschafft wurden. Um die Gefangenschaft erträglicher zu gestalten, führten sie Theaterstücke auf und fertigten Gegenstände aus Wacholder- oder Buchsbaumholz, die sie bei den aus Mallorca kommenden Fischern gegen Nahrungsmittel tauschten. Nach fünf Jahren Gefangenschaft kehrten nur mehr rund 3.600 französische Soldaten in ihre Heimat zurück.
Direkt neben dem Gebäude Es Celler befinden sich verwinkelte Konstruktionen aus Trockensteinmauerwerk. Hier ist der botanische Garten angelegt, in dem wir die besonderen und typischen Pflanzen des Nationalparks betrachten können, die auf freiem Gelände manchmal schwer zu sehen sind, weil sie an unzugänglichen Stellen oder in einem Reservat wachsen. Strauch-Schneckenklee (Medicago citrina), Hauhechel (Ononis crispa), Balearen-Fingerhut (Digitalis minor) oder eine endemische Krappenart (Rubia angustifolia sp. caespitosa), die nur auf Cabrera heimisch ist, sind wenig bekannte Kleinode, die auf Cabrera gemeinsam mit geläufigeren Arten wie Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis), Baumförmiger Strauchpappel (Lavatera arborea) oder Rosmarin (Rosmarinus officinalis) vorkommen.
Am Garten steht des Gebäude Es Celler, ein imposantes Bauwerk aus dem Ende des 19. Jh. Es wurde für die Landwirtschaft und, obschon es nie ganz fertig gestellt wurde, während des Zeitraums des auf Cabrera durch die Familie Feliu eingeführten Weinbaus als Weinkeller genutzt. Nach Vernichtung der Weinreben diente das Gebäude als Ruheort für die Schafherde und als Strohscheune. Nach einer gewissen Zeit, in der das Gebäude gar nicht mehr genutzt wurde, begann die Restaurierung, um darin das historisch-ethnographische Museum unterzubringen, in dem heutzutage die Ausstellung «Mensch und Natur auf Cabrera» besucht werden kann. Das Museum ist über drei Stockwerke verteilt. Im Erdgeschoss, das den natürlichen Ressourcen von Cabrera gewidmet ist, werden Fauna, Flora und Meeresumwelt sowie eine Vorschau auf die Geschichte der Insel mit der Reproduktion der byzantinischen Begräbnisstätte am Pla de ses Figueres präsentiert. Im ersten Obergeschoss lernen wir die Nutzung durch den Menschen und die Ethnografie der Insel mit Texten, Illustrationen, alten Fotos und verschiedenen Fischereigerätschaften kennen. Das zweite Obergeschoss bietet eine Reise durch die Geschichte des Archipels von Frühzeit und Altertum bis zum 20. Jh. anhand von sowohl an Land als auch im Meer entdeckten Überresten. Hier können wir Amphoren aus punischer und römischer Zeit betrachten sowie Keramik aus verschiedenen Epochen, ein Modell der Burg, eine Auswahl von Materialien aus der Zeit der französischen Soldaten und einiges mehr. Der Panoramablick auf den Hafen vom Fenster im Oberschoss aus sollte nicht vergessen werden. [se han omitido las palabras en negrita "als francesos" del texto original, ya que si no la frase carece de sentido]
Vom Museum aus ist ein Gebäude mit einer Dachschräge zu sehen, das Ende des 19. Jh. errichtet und in den 1990er Jahren restauriert wurde. Zusammen mit Es Celler und den Feldstrichen der Umgebung war es Teil der Landwirtschaft auf der Insel. Davor befindet sich ein Obst- und Gemüseanbaugebiet, das mit Wasser aus einem Stollenbrunnen bewässert wurde. Der Gesamteindruck wird von den Palmen auf den Terrassenfeldern abgerundet.

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Visita arqueològica

Dificultad:Niedrig
Distancia:1,5 Km
Duración:1 h
Requisitos:- Schutzzäune sollen nicht überquert werden
Recomendaciones:An "Sa Platgeta" gibt es ein Hauptplan. Jeder Archäologischer Punkt hat seine spezifische Erklärungstafel. Die Tour kann mit einem Besuch des Museums abgeschlossen werden

Color:   

Das archäologische Gelände mit drei interessanten Stellen (byzantinische Begräbnisstätte, Fischpökelbecken und Grundfeste des Lagers der französischen Soldaten) wird als Pla de ses Figueres bezeichnet. Es dehnt sich über eine Fläche von rund 10 Hektar über Sa Platgeta, Cas Pagès und die meteorologische Station aus. Man erreicht es über den Weg, der vom Hafen um die ganze Bucht herum führt. Die kurze Strecke kann in rund 15 Minuten zurückgelegt werden.

Etapas

Wenn wir Sa Platgeta erreicht haben, steht neben der Zisterne die erste Hinweistafel der Route mit einer allgemeinen Beschreibung der Gegend und der archäologischen Überreste sowie einer Landkarte, auf der die zu besichtigenden Stellen eingezeichnet sind.
Die Entdeckung ist dem Forscher Antoni Vallespir zu verdanken. Die Ausgrabungen mit Veröffentlichung der Ergebnisse im Jahr 1992 unter der Leitung von Margalida Orfila, Miguel Ángel Cau und María José Hernández brachten verschieden große, in Fels gehauene oder mit Steinen und Mörtel gebaute, nebeneinander der Küstenlinie entlang angeordnete Becken zum Vorschein. Diese Elemente wurden in verschiedenen archäologischen Arbeiten instandgesetzt (Entfernung der Vegetation, Ausgrabung, Restauration und Befestigung). Anfänglich wurden diese Art von Becken für die Zubereitung von Garum oder Pökelfisch verwendet. Später wurden sie von den französischen Gefangenen (1809-1814) als Unterkunft genutzt, indem sie kleine Eingangsöffnungen und Feuerstellen anlegten. Nach der Gefangenschaft wurde das Lager von den Soldaten angezündet, was dazu geführt hat, dass bei den Ausgrabungen fast unversehrte Fundstücke wie eine Metallpfanne, Tontöpfe, Kochtöpfe, Deckel, Schnallen und Knöpfe von Uniformen zum Vorschein kamen. Auch Gegenstände aus organischem Material wie zum Beispiel eine Knochenbürste und verkohlte Bohnen wurden entdeckt.
Am 2. Mai 1808 brach der Spanische Unabhängigkeitskrieg aus. Im Juli jenen Jahres gerieten die französischen Truppen von General Dupont nach der verlorenen Schlacht von Bailén in spanische Gefangenschaft. Zuerst wurden sie nach Puerto de Santa María (Cádiz) gebracht und schließlich nach Cabrera. Dort kamen im Mai 1809 rund 4.500 Soldaten und Offiziere des napoleonischen Heers an. Es gibt Belege dafür, dass sich im Februar 1812 rund 9.400 Gefangene auf Cabrera befanden. Die Gefangenschaft auf der Insel war hart, es fehlte an Nahrung, Wasser und grundlegenden hygienischen Voraussetzungen. Zahlreiche Faktoren führten zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate unter den Gefangenen: Krankheiten und Kriegsverletzungen, mangelnde medizinische Versorgung, fehlendes Geld für die Grundnahrungsmittel, unregelmäßige Versorgung von Mallorca aus vor allem im Winter mit den häufigen Stürmen... Am 10. Dezember 1813 wurde im französischen Valençay der Friedensvertrag unterzeichnet, der dem Krieg ein Ende setzte. Frankreich forderte seine Gefangenen zurück, wobei lediglich 3.600 Mann die Gefangenschaft überlebt hatten. An dieser archäologischen Ausgrabungsstätte lassen sich kleine quadratische oder rechteckige Räume erkennen, die meist über eine Bank und eine Feuerstelle verfügen. Während der archäologischen Arbeiten im Januar und Februar 2007 wurde vom Restaurationsteam die Befestigung der kleinen Räume vollendet. Während ihrer Gefangenschaft bezeichneten die Soldaten die Gegend von Sa Platgeta und Cas Pagès als Palais Royal. Sie glich einem Wespennest mit seinen kleinen, mehr oder weniger geordnet verteilten Hütten für eine große Anzahl von Soldaten. In diesem improvisierten Lager wurden Tauschgeschäfte betrieben, um an Nahrungsmittel zu kommen: trockenes Brot, Salzfisch, Nadel und Faden, Tabak, Bohnen, Mäuse (kosteten fünf Bohnen) oder Ratten (kosteten fünfundzwanzig Bohnen). Soldaten mit Handwerksausbildung richteten kleine Werkstätten für die Reparatur von Kleidung, Schuhwerk etc. ein. Einige arbeiteten mit Haar, Knochen oder Muscheln und andere sogar mit Buchsbaumholz (Buxus balearica), um Alltagsgegenstände wie Löffel und ähnliches herzustellen.
In der zweiten Hälfte des 4. Jh. n. Chr. entwickelten sich innerhalb des Christentums einige asketische und mönchische Strömungen, die sich bald über den ganzen westlichen Mittelmeerraum ausbreiteten. Häufig zogen sich kleine Gruppen an einsame Orte zurück, um ein Einsiedlerleben zu führen. Diese Gemeinschaften wurden immer bedeutender und zahlreicher und statteten ihre klösterlichen Zentren sogar mit kleinen Infrastrukturen wie Häfen oder Werkstätten aus. Auf Cabrera ist erst für das Ende des 7. Jh. n. Chr. eine kleine Gemeinschaft belegt, über die es nur wenige Informationen gibt. Ein Brief von Papst Gregor dem Großen aus dem Jahr 603 an den Defensor Johannes mit der Bitte, das Treiben der Mönche von Cabrera zu unterbinden, ist der einzige schriftliche Beleg für die Klostergemeinschaft auf Cabrera. Die Archäologen haben einen Teil dessen entdeckt, was wahrscheinlich die Begräbnisstätte der Klostergemeinschaft war. Drei der fünf entdeckten Gräber sind vollständig freigelegt. Es handelt sich um mit Steinplatten bedeckte Wannen. Derzeit wurden drei Skelette ohne Sarg geborgen, die auf männliche Personen von 35 bis 45 Jahren mit Körpergrößen zwischen 1,60 und 1,80 m schließen lassen. Zudem wurden Reste von Geschirr gefunden, was auf eine kleine Siedlung oder ein Kloster mit einigen, in Gemeinschaft lebenden Mönchen hindeutet. In der Nähe befindet sich eine kleine Grube, die innen mit vier Wänden aus unterschiedlich großen Steinen und Lehm ausgekleidet war, um ein Becken zu bilden. Außerhalb dieser Konstruktion wurde eine große Menge von Fragmenten von Meerschnecken zwei verschiedener Arten gefunden, von der Stumpfen Stachelschnecke (Murex trunculus) und der Purpurschnecke (Thais haemastoma), die für die Purpurherstellung verwendet wurden. Alles deutet darauf hin, dass die Mönche eine kleine Werkstatt für die Purpurgewinnung betrieben. Mit den Gehäusen wurden zudem Dekorationsgegenstände hergestellt.

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